Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/9901/2489.html    Veröffentlicht: 28.01.1999 01:10    Kurz-URL: https://glm.io/2489

Go!Type-Tastatur für PalmPilot im Test

Go!Type von LandWare
Go!Type von LandWare
Der 3Com PalmPilot ist nach Angaben der Firma der erfolgreichste elektronische Organizer der Welt.

Er ist mittlerweile nicht mehr nur zum Termineverwalten, sondern dank einer ungeheuren Programmvielfalt zur mobilen Datenerfassung und Verwaltung in den unterschiedlichsten Bereichen bis hin zur Satellitennavigation eingesetzt.

Will man unterwegs jedoch längere Texte eingeben, wird das Unterfangen trotz guter Handschrifterkennung zum Gedultsspiel. 3Com hat dem Piloten keine Tastatur spendiert, sie hätte das Gerät auch zu groß und unhandlich gemacht. Die amerikanische Firma LandWare entwickelte das ansteckbares Keyboard Go!Type, das GNN einem Test unterzogen hat.

Beim Auspacken fällt neben der Tastatur ein knappes, aber ausreichendes Handbuch und eine Treiberdiskette ins Auge. Per Hotsync wird die Treiberdatei auf den Pilot übertragen. Hackmaster-Besitzer sollten die dafür angepaßte Version verwenden. Die Tastatur ist leider zur Zeit nur in einem englischsprachigen Layout lieferbar, und selbst dieses ist nicht PC-Kompatibel. Wie auch bei vielen Notebooks sind die Tasten etwas platzsparender angeordnet. Dennoch können selbst Schnellschreiber nach kurzer Eingewöhnungszeit problemlos blind tippen. Tastenhub und -größe sind ausreichend groß. Deutsche und andere Sonderzeichen werden über Tastenkombinationen erzeugt.

Am oberen Rand befinden sich sechs grüne Gummiknöpfe, die nach Gusto mit Applikationen belegt werden können. Die Tastatur ersetzt den Stift leider nicht völlig - zur Navigation zwischen Texteingabefeldern kann der Treiber außer in den Standardapplikationen die Stifteingabe nur unzureichend emulieren. Im Betrieb stellten wir keinen merklich erhöhten Batterieverbrauch fest, obwohl die Tastatur über den Palmpilot Strom bezieht.

Die Tastatur hat als Transportschutz einen Deckel, der im aufgeklappten Zustand den Palm in Position hält. Damit das leicht wackelige Konstrukt nicht hinten überkippt, kann man einen kleinen Standfuß am Boden des Keyboards herausziehen.

Leider ist die Tastatur nicht ganz billig: in Deutschland kostet sie ca. 200 DM. Wer noch 40 DM mehr anlegt, bekommt eine passende Ledertasche, die neben der Tastatur einen Palmpilot und beispielsweise ein PalmModem hinter eingenähten Hartplastikschalen vor Schaden bewahrt.

Fazit:

Mit der Go!Type Tastatur von LandWare kann man den Piloten in ein kleines Laptop verwandeln, das dank seiner geringen Abmessungen hervorragend in Bus, Bahn und Flugzeug verwenden kann.
Für die Zukunft wünschenswert wären deutsche Tastenkappen zum Nachbestellen und ein deutscher Tastaturtreiber sowie bessere Tastennavigation in Anwendungen.  (ad)


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