Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0210/22426.html    Veröffentlicht: 31.10.2002 16:12    Kurz-URL: https://glm.io/22426

Laser-Tastatur von Siemens kommt später als geplant

Derzeit ist Dezember 2002 als Verfügbarkeitstermin angepeilt

Siemens plante, im Herbst 2002 die Laser-Tastatur Virtual Keyboard auf den deutschen Markt zu bringen, deren Verfügbarkeit sich nun auf den Dezember 2002 verschoben hat. Das Gerät projiziert eine Tastatur auf glatte Oberflächen und ermöglicht so eine komfortable Texteingabe über Handys, PDAs (Personal Digital Assistants) oder auch PCs.

Konzept
Konzept
Die Laser-Tastatur besteht aus den drei Komponenten Laserdiode, Chipsatz sowie Infrarotsender und soll etwa so groß wie ein modernes Handy sein. Mit rotem Laserlicht projiziert die Diode das Bild einer vollständigen Tastatur auf eine beliebige glatte Oberfläche. Dabei werden die Bewegungen der Finger von dem Infrarotsystem an den Chip übertragen, der daraus die Folge der getippten Buchstaben ermittelt und an das angeschlossene Gerät meldet. Auch wenn die Tastatur systembedingt keinen Druckpunkt besitzt, hört man beim Tippen ein leichtes Klicken, sobald die gewünschte Taste betätigt wurde. Siemens verspricht, dass auch bei sehr heller Umgebung bis zu 120 Anschläge pro Minute getippt werden können.

"Wir stehen derzeit mit verschiedenen Unternehmen in Verhandlungen, um das ausgesprochen attraktive Produkt auf dem Markt zu lancieren", erläutert Asriel Eisinger, der für das "Virtual Keyboard" zuständige Produktmanager von Siemens Procurement & Logistics Services (SPLS). Die Lösung beruht auf einem Chipsatz, der sich künftig direkt in PDAs und Mobiltelefone integrieren lassen soll.

Der Siemens-Einkaufs- und Logistikdienstleister SPLS wird den europaweiten Vertrieb für das Virtual Keyboard übernehmen und will das Gerät noch im Dezember 2002 in Deutschland anbieten. Das Unternehmen erwartet, dass das Gerät zwischen 99,- und 149,- Euro kosten wird.  (ip)


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