Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0210/22150.html    Veröffentlicht: 15.10.2002 11:59    Kurz-URL: https://glm.io/22150

Nintendo, Microsoft und Sony gegen Lik-Sang

Asiatischer Online-Shop für Spielekonsolen-Zubehör nimmt Betrieb wieder auf

Lik-Sang ist wieder online, nachdem der asiatische Online-Versender von Spielekonsolenzubehör sich durch eine Klage seitens Sony, Nintendo und Microsoft gezwungen sah, den Onlineshop abzuschalten. Die Modchips für die verschiedenen Spielekonsolen, die Anlass für die Klage waren, sind nicht mehr im Programm.

Lik-Sang - Ohne Modchips
Lik-Sang - Ohne Modchips
Die Klage wurde am 16. September in Hongkong gegen den dort sitzenden Online-Versender eingereicht. Die Kläger beschuldigen Lik-Sang, durch den Verkauf von Modchips und ähnlichem Spielekonsolen-Zubehör Urheberrechte verletzt zu haben. Bereits am 17. September verfügte dann das oberste Zivilgericht von Hongkong, dass Lik-Sang den Verkauf und die Bewerbung von Modchips und anderen fraglichen Produkten einzustellen habe.

Das 20 Angestellte beschäftigende Unternehmen habe deshalb erst knapp einen Monat später nach schweigsamer Abwesenheit am 15. Oktober 2002 wieder die virtuellen Pforten für seine Besucher öffnen können, so Lik-Sang. Die eigenen Kunden durfte man auf Grund gerichtlicher Verfügung nicht über die Vorgänge informieren. Der Versand von Bestellungen soll ab 1. November wieder aufgenommen werden, bereits bestellte und vor der unfreiwilligen "Pause" noch nicht ausgelieferte Modchips werden nicht mehr geliefert.

Lik-Sang hat allerdings alle von Nintendo, Microsoft und Sony nicht erwünschten Produkte aus dem Programm genommen. Obwohl man die Produkte nur auf Grund ihrer legalen (Softwareentwicklung, Backup) und nicht wegen ihrer illegalen Möglichkeiten (Nutzung von Raubkopien) vertrieben habe, wolle man auch in Zukunft keine Modchips mehr anbieten.  (ck)


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