Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0210/21962.html    Veröffentlicht: 02.10.2002 09:58    Kurz-URL: https://glm.io/21962

Hiptop-Smartphone kommt als Sidekick auf den US-Markt

Java-Smartphone mit Monochrom-Display und Mini-Tastatur

Im April 2002 stellte das US-Unternehmen Danger das Java-Smartphone Hiptop vor, das nun von T-Mobile USA unter dem Namen Sidekick auf den US-Markt gebracht wird. Das ungewöhnliche Sidekick-Gehäuse enthält ein schwenkbares Display, unter dem sich eine Mini-Tastatur zur Dateneingabe verbirgt.

Sidekick
Sidekick
Das Sidekick-Smartphone beherrscht GPRS und GSM, wobei der Hersteller die nutzbaren GSM-Frequenzen immer noch nicht nennt. Zum Telefonieren hält man sich das Gerät im geschlossenen Zustand ans Ohr oder verwendet ein Headset. Das Betriebssystem auf Java-Basis deckt alle benötigen Smartphone-Funktionen ab und bietet einen E-Mail-Client, einen HTML-Browser, den AOL Instant Messenger sowie PIM-Programme zur Termin- und Adressverwaltung.

Die Programme erscheinen auf einem monochromen 2,6-Zoll-Display mit Hintergrundbeleuchtung, das eine Auflösung von 240 x 160 Pixeln liefert. Sobald das Display zur Seite gedreht wird, kommt eine Mini-Tastatur zum Vorschein, die ebenfalls eine Beleuchtung besitzt, so dass sich das Gerät auch unter widrigen Lichtbedingungen gut bedienen lässt. Das Sidekick besitzt einen Arbeitsspeicher von 16 MByte und 4-MByte-Flash-ROM, worin das Betriebssystem residiert.

Das 11,5 x 6,5 x 3,0 cm messende, 150 Gramm wiegende Gerät besitzt zur Stromversorgung einen fest integrierten Lithium-Ionen-Akku, zu dem noch keine Akkulaufzeiten bekannt sind. Anrufe signalisiert das Sidekick per MIDI-Ton, Blink-LED oder Vibrationsalarm. Über einen USB-Anschluss synchronisiert das Smartphone die Daten mit PIM-Applikationen auf dem Desktop, wobei alle handelsüblichen Programme unterstützt werden sollen, verspricht der Hersteller, ohne diese näher zu bezeichnen. Schließlich besitzt der Sidekick ein Drehrad (Jog-Dial), eine IrDA-Schnittstelle und einen Headset-Stecker.

T-Mobile bringt das Sidekick nun in den USA mit Mobilfunkvertrag zum Preis von 199,- US-Dollar auf den Markt. Die monatlichen Kosten belaufen sich auf 39,99 US-Dollar, wobei darin unbegrenzter Datenverkehr, 200 Gesprächsminuten und 1.000 Wochenend-Gesprächsminuten enthalten sind. Danger will das Gerät auch in Deutschland auf den Markt bringen, wobei im April 2002 Ende des Jahres als Termin angepeilt war.  (ip)


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