Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0208/21438.html    Veröffentlicht: 29.08.2002 17:39    Kurz-URL: https://glm.io/21438

NVidia Detonator 40 - Neues Treiberpaket für GeForce & Co.

Mehr Geschwindigkeit, mehr Tools - aber derzeit nur für Windows XP

Erst Anfang August hatte NVidia Windows-Treiberpakete für seine Grafikchips veröffentlicht, nun legt man mit dem Detonator Version 40.41 noch eins drauf: Der Treiber bietet nicht nur mehr Geschwindigkeit, sondern enthält auch mehr Tools und einen Hardware-Emulator für NV30-Effekte.

Letzterer ist allerdings mehr für Spieleentwickler gedacht, die man dazu bringen will, nicht "nur" die Direct3D-9-Standardshader (Version 2.0) zu unterstützen, sondern NVidias "CineFX" getaufte Erweiterungen zu nutzen, die noch komplexere Shader-Effekte ermöglichen sollen. Ob Microsoft diese bereits in DirectX 9.0 oder in einem Update direkt unterstützen wird, muss sich noch zeigen - Spekulationen darüber gibt es seit dieser Woche auf einigen Hardware-Sites.

Mehr Anwendern wird allerdings die von NVidia versprochene Geschwindigkeitssteigerung von bis zu 25 Prozent nutzen. Diese dürfte allerdings - so sie denn realistisch ist - mehr für GeForce3- und GeForce4-Grafikchips sowie nForce2-Chipsätze gelten als für die ebenfalls unterstützten TNT2-, GeForce2- und nForce-Chips. Auch die Profi-Grafikchips der verschiedenen Quadro-Serien werden unterstützt, lediglich Treiber für Notebook-Grafikchips sind nicht enthalten. Wie üblich werden jeweils DirectX und OpenGL unterstützt.

Neben den überarbeiteten Tools nView 2.0 zur Optimierung der Mehrschirm-Darstellung und der Farboptimierung Digital Vibrance Control 2 (DVC2) liegen nun auch NVRotate (Bildrotation auf Flachbildschirmen) und NVKeystone bei. NVKeystone ermöglicht die Echtzeitbildkorrektur auf tragbaren Projektoren und Head-up-Displays.

Das Detonator-Treiberpaket findet sich auf NVidia.com zum Download, allerdings im Moment nur für Windows XP/Windows2000 und noch ohne WHQL-Zertifizierung seitens Microsoft. Die Treiber für die restlichen Betriebssysteme wurden nicht aktualisiert - sie dürften aber noch folgen.

Nachtrag vom 30. August 2002:
Der Treiber erfordert die vorherige Deinstallation alter NVidia-Treiber, ansonsten kann es zu Problemen kommen. Zudem ist zu empfehlen, nach der Installation der neuen Treiber in den Direct3D-Optionen die Option "Texture Anisotropic Setting" auf den Wert "1" zu setzen, da sonst Texturen nicht wie gewohnt bi- oder trilinear sondern mittels qualitativ deutlich schlechterem Point-Sampling gefiltert werden, wie 3DCenter.de berichtet. Vermutlich handelt es sich dabei um einen Bug, der in der endgültigen Treiberversion behoben sein dürfte.  (ck)


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