Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/9811/2107.html    Veröffentlicht: 14.11.1998 17:03    Kurz-URL: https://glm.io/2107

Spieletest: Mördersuche bei "Cluedo"

Cluedo: Mord im PC
Cluedo: Mord im PC
Die Firma Hasbro Interactive hat das beliebte Brettspiel Cluedo im zweiten Anlauf als Computerspiel umgesetzt.

Schlüpfen Sie in die Rolle eines Detektivs, und finden Sie den Mörder von Graf Eutin. In einem Landhaus wird der Herr des Hauses tot aufgefunden. Es ist nun an Ihnen herauszufinden, wer mit welcher Tatwaffe in welchem Raum die Tat begangen hat. Die ein bis sechs Spieler schlüpfen dabei in die Rollen der sechs verdächtigen Charaktere.

Für jeden Raum, Täter und jede Waffe gibt es eine Karte. Drei Karten, aus jeder Kategorie eine, werden herausgenommen, und die restlichen Karten unter den Spielern aufgeteilt. Die Spieler bewegen sich nun auf dem Spielplan durch das Landhaus und können durch das Aussprechen von Verdächtigungen nach und nach Karten der Mitspieler einsehen, die den Verdacht widerlegen. So setzt sich das Puzzle langsam zusammen und die Schlinge um den Hals des Mörders wird immer enger.

In der Computervariante können Sie nicht nur auf dem klassischen Spielplan spielen. Es gibt auch die Möglichkeit, sich mit seiner Figur durch ein dreidimensionales Modell des Hauses zu bewegen. Auch die alte Frage nach dem "wer ist denn eigentlich dran?" hat im Computer sein Ende gefunden. Wenn Sie es wünschen, sagt Ihnen der Butler an, wer am Zug ist.

Einer der Charaktere
Einer der Charaktere
Spielen Sie Cluedo mit ein bis fünf Spielern können Sie die restlichen Figuren vom Computer steuern lassen, einstellbar auf drei verschiedene Schwierigkeitsstufen. Insgesamt ist es vor allem die graphische Umsetzung, die sehr gut gelungen ist. Neben dem dreidimensionalen Spielplan wird auch bei jeder ausgesprochenen Verdächtigung eine Zwischensequenz abgespielt, die die verdächtigte Person mit der Tatwaffe im Moment des Mordes zeigt.

Im Multiplayer Modus können Sie an einem, oder mehreren Netzwerkrechnern spielen. Allerdings hat das Spielen an einem Rechner einen gravierenden Nachteil: Die Spieler, die gerade nicht am Zug sind, müssen weggucken. Mit der Zeit macht das Spiel keinen Spaß mehr.

Fazit:
Wie gesagt, graphisch ist das Spiel wunderbar gelungen. Allerdings kommt der Spielspaß nicht an den des Brettspiels heran.. Dem Spiel fehlt leider die nötige Abwechslung und Spannung. Da macht das Brettspiel in einer Gruppe mehr Freude. Und seien wir doch mal ehrlich, irgendwie gehört das "wer ist denn eigentlich dran?" immer zu einem Spiel dazu.  (bw)


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