Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0207/20895.html    Veröffentlicht: 24.07.2002 08:34    Kurz-URL: https://glm.io/20895

AT&T mit Schock-Ergebnis: 12,7 Milliarden US-Dollar Verlust

Abschreibungen belasten Quartal massiv

In der durch massive Wertberichtigungen schwer getroffenen Quartalsbilanz von AT&T klafft eine Lücke von enormen 12,7 Miliarden Dollar Verlust. Das größte US-Unternehmen im Bereich Telekommunikation und Kabelfernsehen hatte im gleichen Quartal des Vorjahres nur 191 Millionen US-Dollar Verluste ausgewiesen.

Die Abschreibungen in Höhe von 13,1 Milliarden US-Dollar beim AT&T-Geschäftsbereich Breitband-Kabel musste durch die GAAP-Bilanzierung vorgenommen werden, so das Unternehmen. Auch beim Umsatz gab es einen Knick nach unten, jedoch nur um 6,2 Prozent gegenüber dem Vergleichzeitraum des Vorjahres. In Zahlen ausgedrückt: 12,1 Milliarden US-Dollar Umsatz im abgelaufenen Quartal versus 12,85 Milliarden US-Dollar.

Hauptsächlich im Telefongeschäft wurde weniger umgesetzt, während im Breitband-Geschäft sogar zugelegt werden konnte. Rechnet man den Verlust auf die einzelne Aktie um, so kommen 3,49 US-Dollar heraus - im Vorjahr waren es 0,04 US-Dollar pro Anteilsschein. Zieht man einmal die Sonderbelastungen heraus, machte AT&T allerdings einen Gewinn von 0,07 US-Dollar pro Aktie, was die Börse mit Zuschlägen im Intraday-Handel belohnte.

Für das laufende dritte Quartal erwartet AT&T weniger Umsatz und einen Gewinn von 3 bis 6 US-Cent bezogen auf die einzelne Aktie und natürlich ohne die Berücksichtigung von Sonderfaktoren.  (ad)


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