Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0206/20318.html    Veröffentlicht: 13.06.2002 14:23    Kurz-URL: https://glm.io/20318

Catalyst - ATI will mit neuem Treiberkonzept hervorstechen

Radeon-Treiberpaket mit Diagnosetool und Anwendungen für Windows

ATI will seine Treiberpakete für Radeon-Grafikkarten und -Grafikchips in Zukunft unter der Bezeichnung "Catalyst" anbieten und damit neue Maßstäbe setzen. Die "Hydravision"-Software für erweiterte Mehrschirm-Funktionen, die ATI-Wiedergabesoftware "Multimedia Center", Software für die Remote-Wonder-Fernsteuerung der auf Radeon 7500/8500 basierenden All-in-Wonder-Grafikkarten und ein neues Treiberdiagnosetool werden mit Erscheinen des ersten Catalyst-Softwarepakets nun erstmals zusammen mit den Treibern für die ATI-Grafikchips zum Download angeboten.

Neues Radeon-Treiberkonzept
Neues Radeon-Treiberkonzept
Die direkte Konfiguration der Treiber soll nun dank Überarbeitung einfacher sein und das Verhältnis zwischen Darstellungsqualität und Leistung leichter zu finden sein. Dem brandneuen Diagnosetool hat ATI den Namen "Smartgart" verpasst, es soll die optimalen Systemeinstellungen eigenständig ermitteln und die entsprechenden Änderungen vornehmen. ATI verspricht, dass dadurch sowohl die Verlässlichkeit als auch die Leistung von mit ATI-Grafikkarten versehenen PCs steigen soll.

Die überarbeitete Software für die Funkfernsteuerung von ATIs neueren All-in-Wonder-Grafikkarten soll einige neue vordefinierte Plug-Ins mit sich bringen, mit denen die Fernbedienung zur Steuerung weiterer gebräuchlicher Anwendungen nutzbar wird. Zudem enthält das Catalyst-Softwarepaket Treiber für einen neuen HDTV-Videoadapter sowie ein um SVCD-konforme Videoaufzeichnung erweitertes ATI Multimedia Center.

ATI verspricht, dass man sich bei jeder neuen Catalyst-Version speziell um Leistung und Stabilität bemühen will. Zudem sollen neue Versionen regelmäßig erscheinen, etwa acht- bis zehnmal pro Jahr. Kunden sollen in Zukunft nicht mehr auf quartalsweise Treiberupdates warten müssen, um die Leistung ihrer ATI-Grafikkarten oder ATI-basierten Grafikkarten von Fremdherstellern ausschöpfen zu können. Darüber hinaus sollen alle Catalyst-Versionen WHQL-zertifiziert sein, also PC-Einsteiger nicht mit Windows-Warnmeldungen bezüglich fehlender Absegnung durch Microsoft überfordern.

ATI hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, nicht nur seinen Ruf in Bezug auf Treiberqualität zu verbessern, sondern auch neue Maßstäbe zu setzen - man darf gespannt darauf sein, ob ATI dies umsetzen kann und wie die Konkurrenz reagieren wird.

Das erste Catalyst-Treiberpaket mit der Versionsnummer 02.1 für Radeon-Produkte findet sich seit dem heutigen Donnerstag zum kostenlosen Download auf ATI.com.  (ck)


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