Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/9810/2011.html    Veröffentlicht: 29.10.1998 17:21    Kurz-URL: https://glm.io/2011

Deutsche Telekom führt Vanity-Nummern ein

Buchstabentelefonie
Buchstabentelefonie
Die Deutsche Telekom AG bietet ihren Kunden ab sofort die Reservierung von sogennannten Vanity-Rufnummern. Dabei können leicht merkbare Begriffe, Firmennamen oder die Telefonnummer über die Telefontastatur eingegeben werden."Vanity-Nummern sind in den USA seit langem ein beliebtes Instrument zur Kundenbindung, in Deutschland aber noch wenig verbreitet." erklärt Detlev Buchal, Vorstand Produktmarketing der Deutschen Telekom.

Wer nicht die Telekom Hotline 0-800-FREECALL (0-800-3733 2255) anrufen möchte, kann interessante Buchstabencodes auch über das Internet generieren.

Der amerikanische Anbieter ABCDial http://www.dialabc.com/dialabc/index.html bietet die Umrechnung von Buchstaben in Ziffern kostenlos an.

Die Firma Alpenland Software bietet einen kostenlosen Vanity Nummerngenerator an. Die Zuteilung der Vanity-Nummer an den Kunden erfolgt durch die staatliche Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post.

Problematisch an den Vanitynummern sind die unterschiedlichen Beschriftungen herkömmlicher Telefone. Leider sind viele Exemplare im Markt, die andere Belegungen haben, z.B. das ISDN-Telefon Ascom Eurit 30 oder die Systemtelefone Agfeo ST 20 und ST 25. Zum Glück haben alle Handys die richtige Buchstabenbelegung aufgedruckt.



Die tatsächlich gewählte Nummer lautet also "(08 00) 258636"

Nach Einschätzung der Telekom werden in drei Jahren 95% aller Telefone buchstabenfähig sein. Experten erwarten aber ein Chaos, wenn Kunden "falsche" Codierungen verwenden.

Rechtsexperten warnen bereits vor unseriöser Geschäftemacherei, die auf die Belegung attraktiver Codes abzielt, ähnlich wie das bei Domainnamen der Fall war. Auch im Fall der Vanitynummern gilt das Markenschutzgesetz.  (ad)


© 1997–2021 Golem.de, https://www.golem.de/