Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0205/20037.html    Veröffentlicht: 29.05.2002 11:00    Kurz-URL: https://glm.io/20037

Intel: Itanium 2 wird doppelt so schnell

Klarer Leistungssprung des Intel-Itanium-2-Prozessors erwartet

Intel verspricht für seinen neuen Intel-Itanium-2-Prozessor eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber den aktuellen Itanium-Chips. Dazu veröffentlicht Intel jetzt geschätzte Leistungswerte. Demnach lassen die höheren Datengeschwindigkeiten und die verbesserte Architektur erwarten, dass Server und Workstations mit Itanium-2-Prozessoren eine 1,5- bis 2fach höhere Leistung bieten als heutige Itanium-basierte Systeme.

Der Itanium-2-Prozessor, früher unter dem Codenamen "McKinley" bekannt, wird in Systemen für Mitte dieses Jahres erwartet und gehört zur Familie der Intel-Itanium-Prozessoren. Basierend auf Tests mit einem Itanium-2-Prototypen-System sieht Intel klare Vorteile bei folgenden Applikationen wie Ressourcenplanung im Unternehmen, großen Datenbanken und Transaktionsverarbeitung, sicheres E-Commerce, wissenschaftliches und technisches Hochleistungs-Computing und mechanisches Computer-Aided Design.

Ein System mit einem Itanium-2-Prozessor und dem Intel-E8870-Chipsatz soll eine Datenrate von 3,7 GB/s beim Stream Benchmark erzielen, was dem 2,5fachen eines vergleichbaren Systems auf Itanium-Basis und der mehr als vierfachen Leistung eines UltraSparc-III-Systems mit 0.891 GB/s entspricht, so Intel.

Bei Gleitkommaberechnungen soll das Itanium-2-System im SPECfp2000 Benchmark einen Basiswert von 1.350 erzielen, was fast dem doppelten Basiswert von 701 auf vergleichbaren UltraSparc III und Itanium-basierten Systemen entspricht. Bei Integerberechnungen (SPECint2000 Benchmark) prognostiziert Intel einen Basiswert von 700 oder höher, was ungefähr 30 Prozent besser als ein UltraSparc III System ist.

Die Leistung des Intel-Itanium-2-Prozessors wird durch mikro-architektonische Verbesserungen erreicht: einem auf dem Siliziumplättchen befindlichen Level 3 (L3) Cache mit 3 MB sowie zusätzlichen Ausführungseinheiten und Ausgabe-Ports. Hinzu kommen höhere Datengeschwindigkeiten einschließlich einer Verdreifachung der Systembus-Bandbreite, die 1-GHz-Frequenz und verbesserte Latenzzeiten des Caches.  (ji)


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