Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0205/19699.html    Veröffentlicht: 08.05.2002 09:44    Kurz-URL: https://glm.io/19699

Geld sparen: Software reduziert Tintenverbrauch per Regler

Angeblich Tintenersparnis von bis zu 15 Prozent ohne große Qualitätseinbußen

Die im Juni 2002 neu auf den Markt kommende Software "Inksaver" der kanadischen Firma Strydent könnte für Hersteller und Handel zu einem Rückgang des Geschäfts mit Tinte und in der Folge zu einer Verteuerung von Tintenstrahlern führen. Den Verbraucher aber dürfte dies egal sein, denn er kann mit der Software die Tintenmenge beim Druck regulieren, verspricht der Hersteller.

Wie die IT-Fachhandelszeitschrift "ComputerPartner" in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet, lassen sich mit dem neuen "Inksaver", der für 39,95 Euro im Fachhandel und in Retail-Ketten erhältlich sein wird, bis zu 15 Prozent Tinte fast ohne Qualitätsverlust sparen. Ist der Anwender mit geringerer Qualität zufrieden, können sogar bis zu 75 Prozent Tinte eingespart werden.

Mit dem "Inksaver" kann die Qualität des Ausdrucks stufenlos über einen Schieberegler variiert werden. Das Programm klinkt sich dabei hinter den Druckertreiber und sorgt so dafür, dass weniger Tinte auf das Blatt gesprüht wird. Trotz der Tintenersparnis soll der Unterschied zum Normalausdruck mit höchster Qualität kaum erkennbar sein. Zudem soll nach Angaben von Strydent der Druckvorgang trotz zeitaufwendiger Umrechnung und Druckoptimierung sogar ein wenig schneller sein, da weniger Tinte auf das Blatt aufgetragen wird.

Für die Hersteller würde das tintensparende Druckverfahren erhebliche Konsequenzen haben: Statt wie bisher die Gewinne über die Tinte hereinzuholen und die Tintenstrahler daher möglichst günstig anbieten zu können, müsste der Erlös bei einem preiswerteren Druck über den Verkauf der Geräte hereinkommen, falls sich die Software durchsetzen sollte.

Mit welchen Tintenstrahldruckern die Software, die nur unter Windows läuft, zusammenarbeitet, kann man auf der Website des Herstellers nachlesen. Eine kostenlose Testversion soll dort ab dem 15. Mai 2002 erhältlich sein.  (ad)


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