Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0203/18963.html    Veröffentlicht: 21.03.2002 11:24    Kurz-URL: https://glm.io/18963

MobilCom mit deutlichem Minus

UMTS und Konzernumbau belasten Ergebnis

Im Jahr 2001 erreichte die MobilCom AG einen Konzern-Umsatz von 2,59 Milliarden Euro, das entspricht einer Steigerung von rund 10 Prozent gegenüber 2,36 Milliarden Euro im Vorjahr. Dabei belasten Aufwendungen für UMTS und den Umbau des Konzerns vom Service-Provider zum UMTS-Netzbetreiber das Ergebnis. Das EBITDA für den Gesamtkonzern betrug minus 65,54 Millionen Euro, das Konzern-Jahresergebnis lag bei minus 205,57 Millionen Euro im Vergleich zu minus 89,25 Millionen Euro im Jahr 2000.

Das EBITDA im Kerngeschäft Mobilfunk, Festnetz und Internet für das Jahr 2001 ist mit 27,4 Millionen Euro positiv. "Unser Versprechen, Ende 2001 ein positives EBITDA im Kerngeschäft auszuweisen, haben wir erfüllt", sagt Gerhard Schmid, Vorstandsvorsitzender der MobilCom AG. "Unsere Strategie, Wachstum und Rentabilität eng miteinander zu verknüpfen, ist aufgegangen. In 2002 werden wir unsere ganze Energie auf den Start des mobilen Datengeschäftes richten", sagt Gerhard Schmid.

Zur positiven Entwicklung trug vor allem der Mobilfunk bei. Ende des Jahres telefonierten 5,01 Millionen Kunden über MobilCom - ein Plus von 25 Prozent gegenüber 4 Millionen Kunden im Jahr 2000. Zwei Drittel des Kundenstamms entfielen per Ende 2001 auf das Vertragskunden-Geschäft.

In der Festnetz-Telefonie hat MobilCom seinen Kundenstamm leicht vergrößert. 927.000 Vertragskunden führten zum Ende des Berichtszeitraums ihre Festnetzgespräche über das Unternehmen. Das entspricht einem Anstieg von 4 Prozent gegenüber 892.000 Kunden im Jahr 2000. Die Summe der Gesprächsminuten, die über das Festnetz (inkl. Internet) von MobilCom verkauft wurden, belief sich im Jahr 2001 auf 23 Milliarden Minuten. Damit steigerte der Konzern sein Vertriebsergebnis um 47 Prozent gegenüber 2000 mit 15,66 Milliarden Minuten. Darin enthalten sind die Telefonate der Vertragskunden und der Call-by-Call-Kunden sowie die Internet-Minuten.

Die Online.Tochter freenet.de AG verzeichnete Ende 2001 3,05 Millionen aktive Internet-Kunden. Damit steigerte das Unternehmen seine Kundenbasis um 85 Prozent gegenüber dem Jahr 2000 mit 1,65 Millionen Haushalten. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der freenet.de-Mitglieder von 2,36 auf 4,39 Millionen Mitglieder. Ebenso stark entwickelte sich die Zahl der Pageimpressions: 2,74 Milliarden PIs verzeichnete freenet.de und damit 136 Prozent mehr als im Jahr 2000 mit 1,16 Milliarden.

Die Anzahl der Mitarbeiter im Konzern stieg um 1.178 auf 5.681 Mitarbeiter für das Jahr 2001.  (ji)


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