Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0203/18872.html    Veröffentlicht: 19.03.2002 09:26    Kurz-URL: https://glm.io/18872

Minolta stellt verbesserte DiMAGE-7i-Digitalkamera vor

Schnellere Reaktion und verbesserte Handhabung sowie Echtzeit-Histogramm

Minolta zeigt auf der CeBIT die verbesserte Variante seiner 5-Megapixelkamera DiMAGE 7, die man jetzt DiMAGE 7i genannt hat. Die Kamera ist wie gehabt mit einem 7fach-Zoomobjektiv ausgestattet, allerdings wurde das opto-elektronische System verfeinert, um die Farbwiedergabe zu verbessern. Das AF-System wurde beschleunigt und soll fast doppelt so schnell wie beim Vorgänger scharf stellen.

Darüber hinaus gibt es per Direkt Manual Fokus (DMF) die Möglichkeit, sofort den Focusring manuell bedienen zu können, ohne erst umständlich von Autofokus auf 'Manuell' umstellen zu müssen. Nachdem das Objekt fokussiert und die Schärfe gespeichert wurde, kann diese manuell für eine kreative Schärfegestaltung nachgestellt werden.

Die neue Echtzeit-Histogrammfunktion erlaubt die Beurteilung der Belichtung und des Kontrastes noch vor der Aufnahme. In der Programmautomatik und in der Zeitautomatik mit Blendenvorwahl können Verschlusszeiten nun von 1/4.000 Sekunde realisiert werden. Das alte Modell konnte hier nur 1/2.000 Sekunden aufweisen. Auch Langzeitbelichtungen von bis zu 30 Sekunden sind jetzt möglich. Die neue Serienbildfunktion bewältigt ca. sieben Aufnahmen pro Sekunde, aber nur in 1280 x 960 Pixel. Die normale Serienbildfunktion liefert bei Auflösungen von 2560 x 1920 bis 640 x 480 Pixel eine gesteigerte Bildrate von bis zu zwei Bildern pro Sekunde.

Minolta DiMAGE 7i
Minolta DiMAGE 7i
Mit der Möglichkeit der drahtlosen TTL-Blitzfernsteuerung konnte eine weitere, bei Spiegelreflex-Kameras sehr beliebte Funktion in die Digitalkamera DiMAGE 7i übernommen werden. Diese Funktion gibt dem Anwender kreative Möglichkeiten in der freien Lichtführung seiner Minolta-Programmblitzgeräte 5600HS (D) und 3600HS (D). Mit dem optional erhältlichen Studioblitzadapter (PCT-100) kann die DiMAGE 7i an professionelle Studioblitzanlagen angeschlossen werden.

Die DiMAGE 7i übernimmt die Anordnung der Bedienelemente von der DiMAGE 7 und das Gehäuse aus einer Magnesiumlegierung, doch dank einer vollständigen Gummierung des Handgriffs, der sich bis auf die Rückseite der Kamera ausdehnt, ist nun eine bessere Handhabung möglich. Auf der Rückseite der Kamera befindet sich die Steuertaste, mit der viele der Funktionen und Menüs angewählt werden können. Diese Steuertaste wurde verbessert, indem sie von dem in der Mitte liegenden Eingabebutton getrennt wurde.

Die DiMAGE 7i ist mit einem neuen 4,57-cm-(1,8-Zoll-)Niedrigtemperatur-Farb-LCD-Monitor ausgestattet. Der Monitor besitzt einen größeren Farbumfang, einen höheren Kontrast und einen größeren Dichteumfang als bisher. Die Bilder können zur Schärfekontrolle vergrößert werden, ein Histogramm sowie Aufnahmedaten können in dieser Funktion ebenfalls angezeigt werden.

16-Bit-Tonaufnahmen zum gewünschten Foto oder die Aufzeichnung von Filmsequenzen sind mit der DiMAGE 7i nun ebenfalls möglich. Neben den normalen QVGA-Filmsequenzen sind jetzt noch drei weitere Filmfunktionen hinzugekommen: Nachtfilm, bei denen S/W-Aufnahmen bei wenig Licht angefertigt werden, Zeitrafferaufnahmen, die kaum merkbare Unterschiede eines Bewegungsprozesses festhalten, und die schon erwähnte Serienbildfunktion.

Genau wie bei der DiMAGE 7 zeigen Sucher und Monitor die aktivierten Einstellungen, Belichtungsinformationen und Warnungen an. Diese Information kann ausgeschaltet werden, um das gesamte Bild besser beurteilen zu können. Die DiMAGE 7i hat zwei weitere Anzeigen für schwierige Aufnahmesituationen: eine Gitternetzstruktur und eine Maßstabskala. Diese Hilfsmittel findet man normalerweise in Großbildkameras und bei hochwertigen Kleinbild-SLR-Kameras, um horizontale oder vertikale Linien im Motiv in Übereinstimmung zu bringen. So kann man sich vergewissern, dass der Horizont oder ein Gebäude gerade abgebildet werden.

Die Minolta DiMAGE 7i soll im April 2002 zu einem ähnlichen Preis wie das Vorgängermodell auf den Markt kommen.  (ad)


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