Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0203/18750.html    Veröffentlicht: 12.03.2002 15:25    Kurz-URL: https://glm.io/18750

SuSE kündigt 64-Bit-Linux für IBM zSeries an

Unterstützung der zSeries Hardwarefeatures angekündigt

Ab Mitte Mai 2002 können SuSE-Kunden mit einer nativen 64-Bit-Version des SuSE Linux Enterprise Server 7 die Möglichkeiten von IBMs neuer Mainframe-Technologie in vollem Umfang nutzen. Mit dem SuSE Linux Enterprise Server 7 für IBM eServer zSeries komplettiert die SuSE Linux AG ihr Angebot für IBM-Serversysteme.

Die Mainframe-Rechner werden für die Bereitstellung unternehmenskritischer Applikationen, wie etwa der Verwaltung komplexer E-Business-Transaktionen oder ERP-Systeme (Enterprise Resource Planning) verwendet. Zusätzlich lassen sich mit dem SuSE Linux Enterprise Server 7 für zSeries Serverdienste für Intranet und Internet auf einem IBM-Großrechner konsolidieren.

Die 64-Bit-Version erweitert die Möglichkeiten des SuSE Linux Enterprise Server 7 für S/390 und zSeries. Komplexe Datenbankanwendungen können beispielsweise den deutlich größeren Adressraum nutzen und sind nicht mehr auf einen Arbeitsspeicher von 4 GBit begrenzt. Damit auch die Investitionen in bestehende Anwendungen unverändert und im vollem Umfang erhalten bleiben, unterstützt der SuSE Linux Enterprise Servers 7 durch 32-Bit Shared Libraries auch den parallelen Betrieb von 32-Bit- und 64-Bit-Applikationen auf einer Maschine.

Mit Linux-Kernel 2.4.17, glibc 2.2.4, HiperSockets-Unterstützung, Logical Volume Manager und Journaling-Filesystemen bietet der SuSE Linux Enterprise 7 für zSeries den neuesten Stand der Linux-Entwicklung: Kernel 2.4.17 arbeitet neben den Servern aus der S/390-Generation auch auf der neuesten IBM-Generation eServer zSeries z900. Die Unterstützung der HiperSockets - ein Hochperformanz- Feature bei IBM eServer zSeries - erhöht die Geschwindigkeit des Datenaustauschs zwischen den virtuellen Servern innerhalb des Großrechners und soll einen optimalen Datentransfer zwischen dem Host-Betriebssystem z/OS und den Linux-Partitionen sicherstellen.

Mit dem ReiserFS steht ein Filesystem mit Journaling-Funktionalität zur Verfügung, welches sich insbesondere bei Datenbeständen mit sehr vielen kleinen Dateien durch seine Leistungsfähigkeit auszeichnet. Der SuSE Linux Enterprise Server für zSeries ermöglicht das Verändern von Netzwerk- und Plattenkonfigurationen im laufenden Betrieb. Da mit Hilfe des Logical Volume Managers zusätzliche Platten dynamisch integriert werden, steht praktisch unbegrenzter Plattenspeicher ohne Ausfallzeiten zur Verfügung.  (ad)


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