Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0203/18742.html    Veröffentlicht: 12.03.2002 14:30    Kurz-URL: https://glm.io/18742

VerdiSoft - StarDivision-Gründer startet neues Unternehmen

Umfassende Technologie für das Management digitaler Endgeräte

Marco Börries, Gründer von StarDivision (StarOffice) und Star Finanz (StarMoney), startet mit VerdiSoft ein neues Unternehmen, das sich dem Management digitaler Endgeräte widmet. Kerngeschäft von Verdisoft ist die Administration digitaler Endgeräte, vom Handy über die Spielekonsole und Waschmaschine bis hin zu Routern und Gateways, die man dem Anwender abnehmen will.

Marco Börries, CEO VerdiSoft
Marco Börries, CEO VerdiSoft
Statt den Anwender jedes Gerät einzeln als Systemadministrator administrieren zu lassen, will VerdiSoft die Administration nach den Wünschen des Kunden für alle Endgeräte übernehmen. Im Zentrum steht dabei der VerdiSoft CrossPoint Server.

So soll der Anwender nicht länger jedes einzelne Geräte einrichten und aktuell halten müssen, diese Aufgabe will VerdiSoft übernehmen, von der Einrichtung der Treiber und Netzwerkverbindungen über die zentrale Haltung der eigenen Einstellungen über Gerätegrenzen hinaus bis hin zur Aktualisierung von Treibern, Betriebssystemen oder Firewalleinstellungen. Der User legt nur noch fest, welche Dienste er verwenden will, den Rest übernimmt die VerdiSoft-Technik. Auch der Austausch eines Geräts soll somit keine Kopfzerbrechen mehr bereiten.

Aber auch das Monitoring unter Einsatz von Telemetrie soll integriert werden, so dass Hersteller Geräte beim Kunden überwachen und bei Bedarf aktualisieren bzw. bei sich andeutenden Hardwaredefekten vorzeitig austauschen können.

Aber auch im Voraus soll die VerdiSoft-Lösung Problemen vorbeugen, indem sie dafür sorgt, dass alle Voraussetzungen zur Installation neuer Soft- oder Hardware vorhanden sind oder geschaffen werden.

Dabei soll der VerdiSoft CrossPoint Server die strukturellen Gemeinsamkeiten digitaler Geräte nutzen, um eine einheitliche Lösung für die Verbesserung ihrer Leistungsfähigkeit anzubieten. Die auf offenen Standards basierende Architektur soll unabhängig von Geräten, Protokollen und Betriebssystemen funktionieren.

VerdiSoft speichert dazu eine Art "DNA" jedes digitalen Geräts und überwacht dieses zentral. Geräte-Treiber, Betriebssystem und Software werden aktuell gehalten, personalisierte Daten für die Geräte zentral vorgehalten und Konfigurationen für einzelne Geräte wie auch Gerätegruppen verwaltet. Auf Endgeräteseite unterstützt der VerdiSoft Crosspoint Server Betriebssysteme wie PalmOS, J2ME, WindowsCE, Linux und VxWorks sowie diverse herstellerspezifische Betriebssysteme.

VerdiSoft selbst adressiert vor allem Hardwarehersteller und Serviceprovider, die mit der VerdiSoft-Lösung die Funktionalität ihrer Geräte oder die Nutzung ihrer Netze erhöhen und neue Dienste anbieten können. VerdiSoft selbst versteht sich dabei als Entwickler und Anbieter einer Standard-Software, die entsprechenden Lösungen sollen letztendlich Partner und Kunden implementieren und betreiben.

Gegründet wurde VerdiSoft von Marco Börries, der das Unternehmen zunächst mit 8 Millionen US-Dollar aus eigener Tasche finanziert hat. Weitere Investoren werden derzeit nicht gesucht. Hauptsitz des Unternehmens ist Palo Alto, aber auch in Hamburg befindet sich ein Entwicklungslabor.  (ji)


© 1997–2020 Golem.de, https://www.golem.de/