Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/9810/1827.html    Veröffentlicht: 03.10.1998 17:27    Kurz-URL: https://glm.io/1827

ZDF.intercast hat über 200.000 Nutzer

Der Pilotversuch ZDF.intercast ist laut Angaben des Senders ein großer Erfolg. Das zeige von der Marktforschungsfirma Infratest-Burke durchgeführte Untersuchung. In mehr als 9000 Interviews stellte Infratest-Burke fest, daß die über intercast ausgestrahlten ergänzenden Informationen zum ZDF-Hauptprogramm erheblich zur Senderbindung des Zuschauers beitragen.

Intercast ist ein Datendienst, der die Austastlücke des Fernsehsignals nutzt und sich an PC-Nutzer wendet. Parallel zum Fernsehsignal werden Seiten aus dem Online-Angebot des ZDF auf den PC des Zuschauers übertragen. Der Zuschauer benötigt dazu eine intercastfähige TV-Tunerkarte für seinen PC. Der Empfang ist kostenlos, da die Telefonkosten vermieden werden.

Zur Funkausstellung 97 wurde ZDF.intercast als Pilotprojekt gestartet. Geliefert werden unter anderem Hintergrundberichte zu den Nachrichten aus der Redaktion "heute.online", Wiso-Tips, Kulturinfos und anderen Sendungen. Nach zunächst einjähriger Projektlaufzeit liegen die ersten Nutzerdaten vor. Das Pilotprojekt wird in Zusammenarbeit mit der Firma Intel, die die zugrundeliegende Technik entwickelt hat, durchgeführt.

Die Anwender nennen in der Umfrage die Bereicherung des Fernsehens als Hauptgrund für die regelmäßige Nutzung. Bei über 71 Prozent der Anwender liegt die Nutzungsdauer der TV-Karte bei mindestens 4 Stunden pro Woche. 32 Prozent aller Anwender sind intensive Abnehmer des ZDF.intercast Dienstes mit einer über vierstündigen Nutzungsdauer pro Woche. Rund zwei Drittel der Zuschauer bewerten die Zusatzinformationen mit gut oder sehr gut.

Aufgrund der positiven Umfrageergebnisse hat das ZDF das Pilotprojekt ZDF.intercast um ein weiteres Jahr verlängert. Seit kurzem nutzt auch das deutsche Sportfernsehen (DSF) die Intercast-Technik.  (ad)


© 1997–2021 Golem.de, https://www.golem.de/