Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0202/18234.html    Veröffentlicht: 12.02.2002 10:24    Kurz-URL: https://glm.io/18234

IBM liefert ersten Server mit Hauptspeicher-Kompression

Memory eXpansion Technology (MXT) nun im eServer xSeries 330

Bereits Mitte 2000 kündigte IBM seine Memory eXpansion Technology (MXT) an, mit deren Hilfe Daten im Hauptspeicher komprimiert abgelegt werden. Nun ist die Hardwarekompression marktreif: In IBMs überarbeiteten "eServer xSeries 330" 1U-Pentium-III-Servern ist MXT nun erstmalig im Einsatz und soll die verfügbare Speichermenge effektiv verdoppeln.

Dies kann IBM zufolge helfen, Kosten zu sparen, da die benötigte Zahl der Speichermodule reduziert werden könne. Im Vergleich mit einem Server ohne Kompression soll bei gleicher physikalischer Speicherkapazität dank MXT die Speichermenge verdoppelt und somit die Leistung erhöht werden. IBM verspricht, dass eServer xSeries 330 mit MXT in den gesamten Kosten bis zu 25 Prozent niedriger liegen als bei Servern ohne MXT.

MXT nutzt einen schnellen Hardware-Algorithmus zur Datenkompression. Darüber hinaus beinhaltet der MXT-Memory-Controller eine weitere Cache-Stufe, in welcher oft genutzte Daten und Instruktionen automatisch gehalten und dem Prozessor ohne Zugriff auf den langsameren Hauptspeicher sofort geliefert werden können. Weniger oft benötigte Daten werden komprimiert im Hauptspeicher abgelegt. Für den Anwender ist die Kompression nicht zu bemerken, so IBM.

"Da Speicher 30 bis 50 Prozent der Kosten von Intel-basierten Server-Konfigurationen ausmachen kann, ist eine Technik wie MXT im Industrie-Standard-Bereich ein richtungsweisende Entwicklung", erklärte Susan Whitney, General Manager IBM eServer xSeries.

Die Hauptspeicher-Kompressionstechnik wurde von IBM bereits an die Broadcom-Tochter ServerWorks lizenziert, welche MXT in die eigene Technik integrieren will.

IBM Research arbeitet bereits an der nächsten Generation von MXT, die in Verbindung mit Intels Xeon Prozessor DP eingesetzt werden soll.  (ck)


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