Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0201/18048.html    Veröffentlicht: 31.01.2002 10:19    Kurz-URL: https://glm.io/18048

Trillian 0.721 - Mini-Update behebt AIM-Probleme

AOL sperrte bewusst AIM-Kommunikation mit Trillian

In den vergangenen beiden Tagen hatte die Version 0.71 sowie das neue 0.72-Release des Instant Messengers Trillian Probleme, eine AIM-Verbindung aufzubauen. AOL wollte nach Informationen von CNet.com einen Verbindungsaufbau von Trillian mit dem AOL Instant Messenger (AIM) mit aller Gewalt verhindern. Nun steht eine aktualisierte Version von Trillian zum Download bereit, die wieder in der Lage sein soll, eine AIM-Verbindung aufzubauen.

Im Unterschied zur Version 0.72 bietet die aktuelle Trillian-Fassung 0.721 somit keine Neuerungen. Es wurde lediglich die AIM-Anmelderoutine überarbeitet, so dass auch der AOL-Instant-Messenger-Teil von Trillian wieder reibungslos funktionieren soll. Die anderen von Trillian unterstützten Instant Messenger wie ICQ, IRC sowie der MSN- und Yahoo-Messenger arbeiteten auch in den älteren Versionen tadellos.

Gegenüber dem amerikanischen Online-Computer-Magazin CNet.com bezog AOL Stellung und erklärte, dass die Kommunikation zwischen dem AOL-Netzwerk und Trillian aus Sicherheitsgründen gezielt unterbunden wurde. "Es ist schon lange unsere Politik, dass wir Software stoppen, die sich in unser System hackt und so die Sicherheit unseres Systems gefährdet", gibt sich AOL-Sprecherin Kathy McKiernan verschwörerisch. Dieses Verhalten von AOL stellt keine Überraschung dar, denn AOL hatte auch Größen wie Microsoft und AT&T vorgeworfen, widerrechtlich in das AIM-System einzudringen. Auch hier wurde lediglich eine Software angeboten, die Verbindung mit anderen AIM-Nutzern aufbaute.

Cerulean Studios bietet Trillian 0.721 ab sofort für die Windows-Plattform kostenlos zum Download an. Auch eine deutschsprachige Version von Trillian 0.721 steht mittlerweile kostenlos zum Download unter www.trillian-messenger.de bereit. Dennoch ist Trillian Donation Ware, das heißt, die Programmierer erbitten eine Spende für die Weiterentwicklung der Software.  (ip)


© 1997–2020 Golem.de, https://www.golem.de/