Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0201/17675.html    Veröffentlicht: 09.01.2002 10:00    Kurz-URL: https://glm.io/17675

ZeoSync will Kompression von 100:1 ermöglichen

Kompressionsmethoden sollen zufällige Datensequenzen wiederholt komprimieren

Das US-Unternehmen ZeoSync hat nach eigenen Angaben eine neue Kompressionstechnolgie entwickelt, die es erlaubt, zufällige Datensequenzen zu komprimieren. So sollen Kompressionsraten von 100:1 erreicht werden, verspricht das Unternehmen.

Bisher habe man die Technologie zwar nur mit sehr kleinen Datenmengen demonstrieren können, dennoch geht ZeoSync davon aus, durch Optimierung der Algorithmen die Geschwindigkeit der Technologie zu erhöhen, so dass der Zeitfaktor nicht mehr zum Problem wird.

Heutige Kompressionstechniken basieren auf der Abbildung und Kodierung von wiederholt auftretenden mathematischen Strukturen. Damit bleibt die Kompression auf einen oder wenige Durchläufe beschränkt. ZeoSync hingegen will nahezu zufällige Sequenzen kodieren und damit auch bereits komprimierte Daten nochmals komprimieren können. Wiederholte Iterationen sollen so zu bisher nicht erreichten Kompressionsraten führen.

ZeoSync wählt bewusst zufällig natürlich auftretende Muster aus, um Entropie-ähnliche Zufallssequenzen mit der patentierten Zero Space Tuner getauften Technologie zu verarbeiten. Sind die Daten einmal zufällig angeordnet, kodiert ZeoSyncs "BinaryAccelerator" diese "Singular-Bit-Variance Strings" mit komplexen kombinatorischen Serien in "BitPerfect"-Äquivalente.

Ein kombinierter "TunerAccelerator" soll in 2003 kommerziell verfügbar sein, so ZeoSync. Laut Peter St. George, Gründer und CEO von ZeoSync sowie Chefentwickler der Technologie, hat man damit "ein neue Ebene in der Kommunikations-Theorie erreicht."

ZeoSync hat den "TunerAccelerator" in Verbindung mit traditionellen Kompressionsmethoden entwickelt und dabei unter anderem Fraktale, Wavelets, DCT, FFT, Subband Coding und akustische Kompression integriert. Man habe all diese traditionellen Methoden in Zusammenarbeit mit Experten renommierter Universitäten verbessert, nennt dabei aber keine konkreten Namen.

"Unsere bisherigen Erfolge sind derart signifikant, dass hochgradig zufällige Sequenzen, die bisher von der Wissenschaft für nicht komprimierbar gehalten wurden, nun durch das fortschrittliche Single-Bit-Variance Encoding und angrenzende Technologien dramatisch reduziert werden können" so Dr. Piotr Blass, Chief Technology Advisor bei ZeoSync.  (ji)


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