Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0111/16844.html    Veröffentlicht: 12.11.2001 09:16    Kurz-URL: https://glm.io/16844

IBM soll schnellsten Supercomputer für Klimaforschung bauen

Blue Sky wird am National Center For Atmospheric Research eingesetzt

Das amerikanische National Center for Atmospheric Research (NCAR) hat IBM damit beauftragt, einen Supercomputer zu bauen, mit dem Berechnungen über Klimaänderungen und die daraus resultierenden Auswirkungen auf die Landwirtschaft und die Ölpreisentwicklung möglich sind.

Das Rechnersystem trägt den Codenamen Blue Sky und soll im September 2002 dem NCAR zur Verfügung gestellt werden. Der Blue Sky wird aus IBM-SP-Supercomputern und IBM-eServer-p690-Systemen bestehen und soll eine Peek Speed von sieben Billionen Berechnungen pro Sekunde erreichen. Als Speicher steht ein IBM-SSA-System mit einer Kapazität von 31,5 Billionen Bytes zur Verfügung.

Mit dem System sollen Vorhersagemodelle entwickelt werden, die neben globalen auch regionale Erwärmungen mit einbeziehen, kurz- wie langfristige Vorhersagen erlauben sollen und beispielsweise auch vor Buschbrandgefahr, Stürmen, Dürren und Kälteeinbrüchen warnen können.

Die IBM Maschine soll in zwei Phasen zusammengebaut werden. Anfang des Jahres wird die IBM-SP-Supercomputertechnik implementiert, die die Rechenkapazität der NCAR mehr als verdoppeln soll. Das Teilsystem erhält den Codenamen Black Forrest. Mit ihm sollen bis zu zwei Billionen Berechnungen pro Sekunde vorgenommen werden können. In der zweiten Phase, die im Herbst 2002 beginnen soll, wird Blue Sky hinzugefühgt, der aus einer nicht genannten Zahl von IBM-eServer-p690-Systemen bestehen wird. Damit soll insgesamt der Peakwert von besagten 7 Billionen Kalkulationen pro Sekunde erreicht werden.  (ad)


© 1997–2020 Golem.de, https://www.golem.de/