Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0110/16674.html    Veröffentlicht: 31.10.2001 14:11    Kurz-URL: https://glm.io/16674

Spieletest: Wer wird Millionär 2. Edition - Quiz as usual

Minimal überarbeitete Neuauflage der interaktiven Rateshow

Mehr als 750.000 Exemplare konnte Eidos Interactive von der PC- und der PlayStation-Version der Rateshow "Wer wird Millionär" absetzen - Zahlen, von denen andere Computer- und Videospielhersteller nur träumen können. Kein Wunder, dass man bei der 2. Edition auf Nummer Sicher ging und das Spiel praktisch unverändert ließ.

Die wenigen Neuerungen sind schnell aufgezählt: Neben 1000 neuen Fragen hat man sich die Kritik am Vorgänger zumindest ein wenig zu Herzen genommen und dem steril wirkenden Studio nun Publikum verpasst. Außer gelegentlichem Applaus verharrt dies zwar unbemerkt und starr im Hintergrund, aber so wird die recht triste, der Fernsehshow jedoch realistisch nachempfundene Grafik wenigstens etwas aufgewertet.

Screenshot #1
Screenshot #1
Der Moderator (der von der deutschen Synchronstimme von Tom Hanks gesprochen wird) beherrscht nun mehr und ausführlichere Kommentare, und auch wer den bekannten Telefonjoker einsetzt, kann sich nun über realistischere und somit auch interessantere Gespräche freuen. Wer ungern alleine rätselt, darf einen der drei Mehrspieler-Modi ausprobieren: In der Auswahlrunde geht es darum, möglichst schnell vier Antworten in die richtige Reihenfolge zu bringen, beim Spiel jeder gegen jeden lösen die Spieler abwechselnd die Aufgaben. Im Teamspiel schließlich können maximal vier Teammitglieder abwechselnd Fragen beantworten.

Screenshot #2
Screenshot #2
Die Steuerung ist einmal mehr kinderleicht und sowohl per Tastatur als auch mit der Maus möglich, in Sachen Hintergrundmusik griff man nur auf dieselbe unspektakuläre TV-Melodie wie im Vorgänger zurück.


Fazit:
Natürlich ist Wer wird Millionär 2. Edition alles andere als beeindruckendes Spiel: Änderungen zum Vorgänger sind kaum vorhanden, die Studioatmosphäre wirkt immer noch sehr kühl und spartanisch. Es hatte wohl auch niemand ernstlich damit gerechnet, dass Eidos sich die Aussicht auf zusätzliche Einnahmen entgehen lässt, indem ein faires Add-On veröffentlicht wird - warum nur 30 DM kassieren, wenn man ein fast identisches Vollpreisprodukt veröffentlichen kann?

Aber die Kritik an den technischen Mängeln dürfte den Großteil der potenziellen Kunden nur recht wenig interessieren - der Gelegenheitsspieler, der einzig den Rätselspaß sucht und sich um spieltechnische Finessen nicht schert, wird mit der 2. Edition ähnlich zufrieden sein wie mit der ersten.  (tw)


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