Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/9809/1598.html    Veröffentlicht: 03.09.1998 12:13    Kurz-URL: https://glm.io/1598

Kabelnetzbetreiber wollen Kabelnetz kaufen

Wie das Handelsblatt berichtet, wollen die in der Anga zusammengeschlossenen privaten Kabelnetzbetreiber das Fernsehkabelnetz der Telekom kaufen, nicht aber die entsprechenden Unternehmensanteile.

Auf Druck der EU-Wettbewerbsbehörde muß die Telekom ihr verlustträchtiges Kabelnetz ausgliedern. Die unter dem Namen T-MediaNet GmbH firmierende Gesellschaft soll regionalisiert werden, wobei andere Firmen an den Regionalgesellschaften beteiligt werden sollen, so das Handelsblatt weiter.

Die privaten Kabelnetzbetreiber sehen nun die Chance, vom Programmbetreiber zum Multimedia-Anbieter zu mutieren und neben dem Programmempfang auch das Telefoniere und Surfen im Internet über das Kabel zu ermöglichen.

Um einen regionalen Wettbewerb zu ermöglichen fordert dem Zeitungsbericht zu Folge die Anga, die Beteiligung der Telekom an den Regionalgesellschaften auf unter 25 Prozent zu begrenzen, d.h. unter die Sperrminorität. Zusätzlich sollen laut Anga 75,1 Prozent der T-MediaNet an die Börse gebracht werden, um den Einfluß der Telekom weiter zu beschneiden.  (ji)


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