Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0109/15871.html    Veröffentlicht: 17.09.2001 09:14    Kurz-URL: https://glm.io/15871

Handel und Versand wichtiges Standbein der Online-Werbung

Adscope analysiert Online-Werbestrategien

Seit Anfang des Jahres 2001 schaltet der Wirtschaftsbereich Handel und Versand konstant 20 Prozent der Online-Werbung in Deutschland. Unterschiede zwischen den drei Produktgruppen dieses Wirtschaftsbereiches gibt es laut einer aktuellen Analyse von Adscope sowohl in quantitativer Hinsicht als auch in Bezug auf die jeweils verfolgte Werbestrategie.

So vereinen im August die Spezial-Versender 62,3 Prozent der erreichten Ad Impressions des Wirtschaftsbereiches auf sich. Groß-Versender erreichen nur 13,9 Prozent, Handels-Organisationen sind für 23,8 Prozent der Online-Werbemittelschaltungen verantwortlich. Das Hamburger Analyse- und Beratungsinstitut für den Online-Kommunikationsmarkt untersuchte auch Banner-Motive und deren Platzierungen. Ziele des Wirtschaftsbereiches sind einerseits die kurzfristige Generierung von Traffic, andererseits langfristige Markenbildung.

"Mit einem Anteil von 20 Prozent ist der Wirtschaftsbereich Handel und Versand für die Werbeträger eine verlässliche und wichtige Größe", erklärte Rolf Stiefel, Geschäftsführer Adscope. Hierzu tragen in großem Maße die Spezial-Versender mit 62,3 Prozent der erreichten Ad Impressions des Wirtschaftsbereiches bei. Werbetreibende sind die zahlreichen Buch- und CD-Versender sowie Zoo-, Wein-, Feinkost- und Blumenfachhändler. "Die große Differenz der erreichten Ad Impressions zwischen den Produktgruppen dieses Wirtschaftsbereiches erklärt sich durch die unterschiedliche Anzahl der Werbetreibenden", so Stiefel. 120 Spezial-Versender und 50 Handels-Organisationen buhlen zurzeit um die Gunst des Surfers, wobei Handels-Organisationen wie B2B-Plattformen, Auktionshäuser und Powershopping für knapp ein Viertel der erreichten Ad Impressions verantwortlich sind. 20 Groß-Versender - Unternehmen wie Quelle, Otto, Neckermann und Tchibo - erzielen nach den Studienergebnissen 13,9 Prozent.

"Die verschiedenen Werbestrategien werden durch die Analyse der Motive und ihrer Platzierung erkennbar", erklärte Stiefel weiter. Spezial-Versender schalten auf reinen Shopping-Webseiten und in den Shopbereichen der großen Internet-Portale hauptsächlich Aktionsbanner mit Preisangaben. Ziel ist die direkte Generierung von Traffic und Umsatz. Groß-Versender nutzen laut Stiefel nicht nur Aktionswerbung: Sie setzen auch ihre Marke ins Bild, um so langfristige Brandingwirkung zu erzielen. Zusätzlich werden Kooperationsbuttons auf reichweitenstarken Portalen wie Yahoo und Lycos und Unterhaltungstiteln wie RTL und Sat1 eingesetzt.  (ad)


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