Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0108/15649.html    Veröffentlicht: 31.08.2001 15:06    Kurz-URL: https://glm.io/15649

ECTS: NVidia demonstriert nForce

Systeme von Fujitsu Siemens und 4MBO ab Oktober erhältlich

In Zusammenarbeit mit Fujitsu Siemens Computers, MSI und AMD wird NVidia auf der am Wochenende beginnenden englischen Spielemesse ECTS PC-Systeme vorstellen, die auf dem nForce-420-Chipsatz basieren. Fujitsu Siemens Jetson@home mit AMD-CPU und nForce-Chipsatz ist übrigens auch schon auf der IFA zu sehen.

Der nForce-Chipsatz verbindet seine North- und Southbridge über AMDs schnelle neue Bus-Technologie HyperTransport mit AMD-CPUs. Er integriert Grafik, Netzwerk und Audio. Den T&L-fähigen Grafikteil und die Steuerung der Zusammenarbeit von Prozessor und Hauptspeicher steuert dabei der als Northbridge agierende IGP (Integrated Graphics Processor) des nForce-Chipsatzes. Als Southbridge dient der "MCP" (Media Communications Processor), der für die Kommunikation mit anderen Systemkomponenten, eine Netzwerkanbindung (Fast-Ethernet, Modem, HomePNA 2.0) und Dolby-5.1-Raumklang sorgen soll. Unbestätigten Gerüchten zufolge soll der MCP noch recht viel Abwärme haben, was in kompakten PC-Systemen zu Problemen führen könnte. Das dürfte NVidia erst in folgenden nForce-Steppings ausmerzen können, sofern die Gerüchte stimmen.

Wie bei anderen integrierten Chipsätzen teilt sich auch beim nForce die Grafiklogik den Hauptspeicher mit der CPU. Da dies in der Regel sowohl Prozessor als auch Grafik verlangsamt, hat NVidia das Speicherinterface TwinBank entwickelt, das der CPU, dem IGP und dem MCP simultanen Zugang zur gesamten Speicherbandbreite ermöglicht. NVidia versprach bereits im Juni zur Ankündigung des nForce vollmundig, dass der nForce damit im Vergleich zu anderen integrierten Chipsätzen etwa 5- bis 10-mal mehr Leistung bietet.

Jetson@home
Jetson@home
NVidia konnte bereits einige namhafte Mainboard-Hersteller für den nForce gewinnen, der auch die architektonische Grundlage von Microsofts Xbox darstellt. Dazu zählen Abit, Asus, Gigabyte, Mitac und MSI. Fujitsu Siemens' kompakter, aluminiumfarbener Jetson@home Design-PC, in dem der nForce 420 arbeitet, wird zwischen 1.800,- und 2.000,- DM kosten. Er wird voraussichtlich kurz nach 4MBOs Desktop-PC "MBO E-Force" im Oktober auf den Markt kommen. 4MBO hat sich das Recht gesichert, in Deutschland als erster mit einem nForce-PC auf den Markt zu kommen.  (ck)


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