Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0108/15569.html    Veröffentlicht: 28.08.2001 11:42    Kurz-URL: https://glm.io/15569

Entlassungen bei Travel24.com

Online-Reisebüro entlässt fast jeden dritten Mitarbeiter

Die Travel24.com AG vermeldet weiterhin steigende Umsätze, aber auch weiterhin hohe Verluste und vor allem einen Abfluss liquider Mittel in Höhe von 6,3 Millionen Euro, die nun nur noch bei 16,1 Millionen Euro liegen. Mit einem Restrukturierungsprogramm und der Entlassung von fast einem Drittel der Belegschaft will man die Situation nun in den Griff bekommen.

So konnten im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres die vermittelten Reiseumsätze auf 57,9 Millionen Euro erhöht werden. Die Umsatzerlöse belaufen sich auf 21,0 Millionen Euro, das Ergebnis pro Aktie liegt bei minus 1,33 Euro. Das Konzernergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) beträgt damit minus 12,0 Millionen Euro, der Konzernfehlbetrag minus 13,0 Millionen Euro.

Im Vergleich zum ersten Quartal 2001 verbesserte sich das Ergebnis im 2. Quartal um 35 Prozent auf minus 5,1 Millionen Euro. Der Bedarf an liquiden Mitteln wurde im Vergleich zum ersten Quartal um 44 Prozent auf 6,3 Millionen Euro im 2. Quartal 2001 gesenkt. Der Konzern verfügt bei einer Eigenkapitalquote von 58,1 Prozent zum Ende des ersten Halbjahres 2001 über liquide Mittel in Höhe von 16,1 Millionen Euro.

Der Rückgang des Konzernverlustes und des Liquiditätsabflusses ist allerdings primär auf die Reduktion der Marketingmaßnahmen zurückzuführen.

Zur weiteren Senkung der Kosten und zur Restrukturierung der Travel24.com AG hat der Vorstand mit Beginn dieser Woche ein umfassendes Maßnahmenpaket in Kraft gesetzt. Der Maßnahmenkatalog sieht vor, die Sachausgaben zu senken, die Personalkapazitäten anzupassen und das Unternehmen auf die Kerngeschäftsfelder zu refokussieren. Ebenso wurde beschlossen, alle Standorte unter einem Dach zusammenzuführen.

Insgesamt müssen 110 von 313 Mitarbeitern aus externen Unternehmensbereichen sowie den Bereichen Redaktion und Technik gehen, wie Marc Maslaton in einem Interview mit ZDNet erklärte.  (ji)


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