Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0108/15487.html    Veröffentlicht: 24.08.2001 09:17    Kurz-URL: https://glm.io/15487

Berufliche Weiterqualifizierung: 90 % würden selbst zahlen

Weiterbildungsanbieter sind weitestgehend unbekannt

Mitarbeiterbindung oder beruflicher Aufstieg - die Beweggründe für Unternehmen und Mitarbeiter, Weiterbildungsmaßnahmen anzubieten bzw. in Anspruch zu nehmen, sind vielfältig. Doch über eines sind sich Chefs und Angestellte einig - berufliche Qualifizierungen sind der Schlüssel zum Erfolg. Dies ergaben zwei Befragungen, die das Jobportal StepStone unter mehr als 100 Personalmanagern deutscher Unternehmen sowie ca. 2.700 Nutzern durchführte.

So sind Maßnahmen wie Mitarbeiterschulungen oder Einzelseminare bereits in über 60 Prozent aller befragten Unternehmen implementiert. Hiervon profitieren vor allem Mitarbeiter großer Betriebe mit mehr als 250 Beschäftigten im technischen sowie Marketing- und Vertriebsbereich. Gut die Hälfte der Betriebe bietet ihren Angestellten bereits computerbasierte Lernformen an. Interessanter Nebenaspekt hierbei: Die Bekanntheit von Anbietern solcher E-Learning-Methoden scheint bei den Personalern noch relativ unterentwickelt zu sein. So ist der am häufigsten genannte Anbieter lediglich 3 Prozent der Befragten bekannt.

Dabei sind mögliche Potenziale anscheinend längst nicht ausgeschöpft, denn die Befragung der Jobsuchenden ergab, dass fast 90 Prozent bereit wären, Geld aus eigener Tasche in ihre Weiterbildung zu investieren. Gut die Hälfte würde dafür sogar mehr als 100 DM im Monat ausgeben, immerhin noch 11 Prozent über 300 DM.

Die Investitionsbereitschaft in die eigene Qualifizierung steigt dabei mit zunehmender Hierarchiestufe des Mitarbeiters. So würden fast 20 Prozent der Befragten in Führungspositionen mehr als 300 DM für ihre Weiterbildung locker machen. 70 Prozent der StepStone-Nutzer würden wöchentlich zwei oder mehr Feierabende von ihrer Freizeit für Weiterbildungsmaßnahmen opfern, so das Ergebnis der Befragung.  (ad)


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