Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/handheld-der-gpd-win-3-ist-eine-spielekonsole-mit-schiebedisplay-2011-151988.html    Veröffentlicht: 09.11.2020 14:00    Kurz-URL: https://glm.io/151988

Handheld

Der GPD Win 3 ist eine Spielekonsole mit Schiebedisplay

Der winzige Windows-10-PC erinnert an die Zeit vor Smartphones und die Nintendo Switch zugleich. Er wird mit Tiger-Lake-CPU ausgestattet.

GPD startet im Januar 2021 die Crowdfunding-Kampagne für den GPD Win 3. Das ist ein Handheld-Gerät mit integrierten Joysticks und Aktionstasten für diverse Spiele unterwegs. Das Gerät erinnert daher an Nintendos Konsole Switch. Allerdings lässt sich das Display des Win 3 nach oben aufschieben, was eine winzige Tastatur zum Vorschein bringt. Dadurch wirkt das Gerät ein wenig wie Konzepte von PDAs - etwa dem Sony Vaio UX380N, das 2007 noch vor der Smartphone-Zeit verkauft wurde.

Das chinesische Portal Weixin hat einige Daten des Handhelds preisgegeben. Der Win 3 verwendet etwa einen 5,5 Zoll großen Touchscreen mit einer Auflösung von 1.280 x 720 Pixeln, auf dem das vorinstallierte Windows 10 bedient werden kann. Die Joysticks können, wie bei anderen Konsolen, eingedrückt werden. Außerdem sind an der Oberseite vier Schultertrigger vorhanden. Zusammen mit vier Aktionstasten und einem Steuerkreuz dürften damit die meisten für Xbox One und Playstation 4 optimierten Spiele funktionieren.

Das Gerät verwendet einen Core i7-1165G7 der aktuellen Tiger-Lake-Serie von Intel. Die CPU bringt die Intel Iris-Xe-GPU mit, die in ersten Tests auch diverse Spiele überraschend schnell beschleunigt. Entsprechend dürfte sich der Chip für Konsolen wie den Win 3 gut eignen. Dem Gerät stehen zudem 16 GByte DDR4-Arbeitsspeicher und eine NVMe-SSD zur Verfügung. Das SoC wird aktiv per Lüfter gekühlt.



Thunderbolt 4 für externe GPUs

Es sollen Thunderbolt 4 per USB-C-Port und ein Micro-SD-Kartenleser verbaut werden. Über die Thunderbolt-Schnittstelle wird der Win 3 auch geladen, was ebenfalls mithilfe einer Dockingstation möglich sein wird. Auch sollen externe GPU-Gehäuse damit kompatibel sein. Eine Internetverbindung wird per Wi-Fi-6-Modul hergestellt.

Die Tastatur des Handheld integriert keine F-Tastenreihe, hat aber genug Platz für Pfeiltasten. Einzelne Tasten sind in einer gleichmäßigen Matrix angeordnet, weshalb Tippen auf dem kleinen Gerät eine Umgewöhnung sein könnte. Das Chassis ist in etwa so groß wie eine Nintendo Switch Lite, welche 21 x 9 cm misst.

Es ist bisher nicht klar, wie viel der Win 3 kosten wird. Interessenten sollten bis zum Start der Indiegogo-Kampagne im Januar warten. Der Vorgänger GPD Win 2 kostet etwa 800 Euro, kommt allerdings in einem traditionelleren Clamshell-Gehäuse, wie es auch bei Notebooks üblich ist.

 (on)


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