Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/dark-fiber-tele-columbus-braucht-glasfaserring-wegen-hoher-auslastung-2010-151668.html    Veröffentlicht: 22.10.2020 12:15    Kurz-URL: https://glm.io/151668

Dark Fiber

Tele Columbus braucht Glasfaserring wegen hoher Auslastung

Der zweitgrößte Kabelnetzbetreiber Tele Columbus schaltet seine Standorte zusammen.

Tele Columbus hat in Sachsen-Anhalt einen Glasfaserring in Betrieb genommen, der eine Länge von rund 377 Kilometern hat. Das gab der Kabelnetzbetreiber am 22. Oktober 2020 bekannt. Damit soll eine starke Anbindung an Internet-Backbones und eine redundante, zentrale TV-Signaleinspeisung möglich werden.

Der Glasfaserring vernetzt die Netzstandorte in Haldensleben, Magdeburg, Burg, Zerbst, Coswig (Anhalt), Wittenberg, Köthen und Bernburg. Die Signale des Glasfaserrings sind redundant ausgeführt. In Sachsen-Anhalt betreibt Tele Columbus Kabelnetze, bei denen die Verbindungen zum Teil bereits bis in die Gebäude hinein in Glasfasertechnik (FTTB) ausgeführt sind.

Überwiegend werden dort aber nur Datenraten bis 400 MBit/s angeboten, obwohl die Netze Gigabitgeschwindigkeiten in die Haushalte liefern könnten.

"In den zurückliegenden Jahren haben wir eine bemerkenswerte Steigerung beim Datenvolumen erlebt", erklärte der Chief Technology Officer von Tele Columbus, Dietmar Pöltl. "Der Glasfaserring steigert zudem die Zuverlässigkeit unserer Dienste und verringert Wartungsaufwand an den bislang dezentral gemanagten Netzstandorten."

Für den Glasfaserring in Sachsen-Anhalt setzt Tele Columbus weitgehend auf angemietete Dark Fiber. Für die Anbindung wurden von Tele Columbus neun Standorte für die erforderliche Modulationstechnik errichtet.

Für die Tele Columbus Gruppe ist es die zweite Inbetriebnahme eines regionalen Glasfaserrings in diesem Jahr. Weitere regionale Glasfaserringe sind im Bau.

Timm Degenhardt, der damalige Vorstandschef von Tele Columbus, sagte im Mai 2018 der Wirtschaftswoche: "Berlin und München sind unsere größten Märkte mit zusammen knapp einer Million angeschlossener Haushalte. Besonders stark sind wir auch in den ostdeutschen Bundesländern, wo wir mehr als 50 Prozent der Kabelhaushalte versorgen. In Städten wie Leipzig, Erfurt oder Halle sind wir sogar Marktführer."

 (asa)


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