Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/weltraumspiel-wing-commander-4-soll-schoenere-grafik-bekommen-2010-151583.html    Veröffentlicht: 19.10.2020 11:32    Kurz-URL: https://glm.io/151583

Weltraumspiel

Wing Commander 4 soll schönere Grafik bekommen

Ein Team von Moddern will die Ingame-Grafik von Wing Commander 4 überarbeiten. Die Filmszenen mit Mark Hamill gibt es schon im DVD-Format.

Es gibt wenige Retrogames, bei denen der Unterschied zwischen der Grafik im Spiel und der interaktiven Handlung dazwischen so groß sein kann wie bei Wing Commander 4. Nun hat ein Team von Moddern ein Projekt vorgestellt, das die Gefechte im Weltraum in neuer Pracht bieten will.

Eine Besonderheit an der inoffiziellen Remastered-Version für Windows-PC ist, dass tatsächlich nur die Grafik überarbeitet werden soll. Alle Missionsdaten sowie die Stärke und Schwächen der Schiffe und Ähnliches sollen unangetastet bleiben.

Die Neuauflage soll nur zusammen mit dem Original funktionieren - was auch dafür sorgen soll, dass der Rechteinhaber Electronic Arts dem Projekt keine juristischen Schwierigkeiten bereitet. Wing Commander 4 - The Price of Freedom ist momentan auf Origin und Gog.com zu sehen.

Die Screenshots dort zeigen überdeutlich, dass die mit Schauspielern wie Mark Hamill und Tom Wilson recht aufwendig inszenierten Zwischensequenzen immer noch ganz gut aussehen. Und: Die Filmchen gibt es in zwischen auch im höher aufgelösten DVD-Format.

Anders sieht es bei den Screenshots direkt aus dem Spiel aus, bei denen es mit heutigen Sehgewohnheiten schon schwerfällt, irgendwelche Details zu erkennen.

Hier soll die Mod für Besserungen sorgen. Während das Original auf der Realspace-Engine basiert, soll die Remastered auf einer aktuelleren Laufzeitumgebung mit Unterstützung für Vulkan laufen. Die auf der Projektseite veröffentlichten Bilder sehen schon viel besser aus als das Original, zeigen nach Angaben der Macher aber noch nicht die angestrebte Qualität.

Wing Commander 4 kam 1996 auf den Markt, Chefentwickler war wie bei allen Serienteilen zuvor Chris Roberts - der bekanntermaßen momentan an Star Citizen arbeitet. Das Weltraumspiel sorgte vor allem mit den selbst für heutige Verhältnisse extrem aufwendigen Zwischensequenzen für Schlagzeilen.

Die vergleichsweise billig wirkenden Verkleidungen der feindlichen Kilrathi-Außerirdischen erzeugten allerdings auch für viel Spott in der Community. Das Gameplay konnte gegenüber den drei zuvor veröffentlichten Serienteilen kaum neue Akzente setzen.

 (ps)


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