Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/inklusive-tiefbau-deutsche-glasfaser-versorgt-dorf-in-48-stunden-mit-ftth-2010-151342.html    Veröffentlicht: 06.10.2020 16:48    Kurz-URL: https://glm.io/151342

Inklusive Tiefbau

Deutsche Glasfaser versorgt Dorf in 48 Stunden mit FTTH

In einem Sonderprojekt haben Deutsche Glasfaser und eine Gemeinde in Niedersachsen ein schnelles Netz besonders schnell errichtet.

Deutsche Glasfaser hat den Dorfkern von Fladderlohausen in Niedersachsen in 48 Stunden mit Fiber To The Home (FTTH) versorgt. Das gab die Gemeinde Holdorf bereits im Sommer 2020 bekannt. Der Netzbetreiber informierte am 6. Oktober 2020 über den Ausbau in Rekordzeit. In dem Dorfkern liegen die Häuser relativ dicht zusammen.

Der Rekord wurde von 150 Arbeitern des Generalunternehmers MIH erreicht, der aus Tiefbaukolonnen, Kabeleinbläsern und Anschlussexperten bestand. Die Erdarbeiten wurden ausgeführt, um fünf Kilometer Leerrohre zu verlegen, die Glasfaserkabel darin einzublasen und 95 Hausanschlüsse zu verlegen und anzuschließen. Zeitweise sei das gesamte Dorf eine große Baustelle gewesen, berichtet die Gemeinde. Thomas Busch, Regionalleiter für den Baubereich Norddeutschland, sprach ein großes Lob an die Arbeiter aus, die gut vorbereitet und mit Maschinen ausgestattet alles zügig erledigt hätten.

Laut Unternehmensangaben wurden etwa 8 Kilometer Glasfaserleitungen in den Straßen verlegt und zuvor 6 Kilometer Tiefbau durchgeführt, mit Spülbohrungen, offener Bauweise oder durch Fräsverfahren. Am Abend des ersten Tages wurden die offenen Straßen und Gehwege meist wieder verschlossen und die Oberflächen wiederhergestellt.

Dabei sei auch das Engagement von Bürgern wichtig gewesen: So war das Gemeinderatsmitglied Mario Stickfort, der auch Präsident der Schützen und Vorstandsmitglied der Freiwilligen Feuerwehr ist, als Vermittler und Kontaktperson für den Ausbau aktiv.

Deutsche Glasfaser wurde im Februar 2020 von der schwedischen Investitionsgruppe EQT und dem kanadischen Pensionsfonds Omers gekauft. Nach einem unbestätigten Bericht wurde Deutsche Glasfaser dabei mit 2,5 Milliarden Euro bewertet. Zuvor hatte EQT bereits den saarländischen Netzbetreiber Inexio für rund 1 Milliarden Euro übernommen.  (asa)


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