Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/internet-of-things-mozilla-stellt-arbeit-an-webthings-ein-2009-151009.html    Veröffentlicht: 22.09.2020 10:15    Kurz-URL: https://glm.io/151009

Internet of Things

Mozilla stellt Arbeit an Webthings ein

Das IoT-Projekt auf Basis von Webtechnik soll statt von Mozilla künftig von der Community weiterentwickelt werden.

Der Browserhersteller Mozilla gibt seine Arbeit an seinem Webthings-Projekt auf, wie der dafür zuständige David Bryant mitteilt. Laut Bryant soll Webthings dabei aber lediglich ausgegliedert und künftig als unabhängiges Community-Projekt weiterentwickelt werden. Die Ankündigung fügt sich damit in eine Reihe von bereits eingestellten Projekten, die Teil der Kündigungen und Umstrukturierungen bei Mozilla sind, die das Unternehmen vor wenigen Monaten begonnen hat.

Mozilla hat mehrere Jahre an der eigenen Implementierung des Web-of-Things-Standards gearbeitet und erstmals im Sommer 2019 eine Version des Codes vorgestellt, die eine Nutzung des sogenannten Webthings-Gateways auf einem Router ermöglichen sollte. Über das Gateway sollten sich eigene Smart-Home-Geräte aus der Ferne steuern lassen.

Zusätzlich dazu zielte das Webthings-Projekt darauf, Geräte des Internet of Things (IoT) über Schnittstellen miteinander zu verbinden, wobei besonderer Wert auf die Sicherheit und Privatsphäre gelegt werden sollte. Die Geräte werden hierbei mittels URLs aufgefunden und der dazugehörige Web-of-Things-Standard des Word Wide Web Consortium (W3C) verweist auf das Ziel, Geräte damit plattformübergreifend nutzen zu können.

Weit fortgeschritten ist das Projekt von Mozilla jedoch nicht. Abseits des erwähnten Codes für einen Open-Source-Router hat es Mozilla nicht geschafft, das Projekt oder damit verbundene Geräte auch nur ansatzweise zur Marktreife zu führen. Im Februar dieses Jahres hatte Mozilla bereits angekündigt, keine Webthings-Produkte mehr herstellen zu wollen. Mozilla hatte seitdem bereits keine klaren Ziele mehr für das Projekt und dies auch so öffentlich kommuniziert, so dass das nun verkündete Ende wenig überraschend ist.

 (sg)


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