Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/windows-10-wsl-2-ermoeglicht-zugriff-auf-externe-linux-partitionen-2009-150808.html    Veröffentlicht: 11.09.2020 10:00    Kurz-URL: https://glm.io/150808

Windows 10

WSL 2 ermöglicht Zugriff auf externe Linux-Partitionen

Aktuelle Insider Builds von Windows 10 unterstützen den Mount-Befehl im WSL 2. Damit lassen sich Linux-Festplatten außerhalb des WSL einhängen.

Microsoft hat den Insider Preview Build 20211 von Windows 10 veröffentlicht. Diese Vorschauversion ermöglicht es aus dem Windows Subsystem für Linux (WSL) heraus, physische Datenträger außerhalb dieser Umgebung einzuhängen und zu verwenden. Damit ergibt sich erstmals eine vergleichsweise einfache Möglichkeit mit Windows-Bordmitteln auf Linux-Datenträger zuzugreifen. Denn auch wenn deren Dateisystem, also etwa Ext4 nicht von Windows selbst unterstützt wird, gilt das aber für das WSL, das standardmäßig Teil von Windows ist.

Um die neue Fähigkeit zu ermöglichen, hat das zuständigen Team den Befehl wsl --mount zu der Umgebung hinzugefügt. Dieser Parameter soll eben das eingangs erwähnte Szenario unterstützen und damit ermöglichen, beliebige Datenträger einzuhängen. Als mögliches Einsatzszenario dafür beschreibt die Ankündigung beispielhaft ein Dual-Boot-Szenario aus Windows und Linux. Falls dieses genutzt wird: "könnt ihr aus Windows heraus auf eure Linux-Dateien zugreifen", schreibt Microsoft.

Der eigentliche Mount-Vorgang geschieht dabei bisher ausschließlich über die Kommandozeile und darüber hinaus über die Device ID des physischen Datenträgers. Standardmäßig wird dabei versucht, das gesamte Blockgerät als Ext4 partitioniertes Dateisystem einzuhängen. Über Kommandozeilenoptionen lässt sich jedoch auch das Dateisystem entsprechend anpassen. Theoretisch lässt sich darüber auch eine einzelne Partition auswählen, was Microsoft sowohl in der Dokumentation wie auch in der Ankündigung schreibt. Dennoch heißt es, dass dies derzeit noch nicht unterstützt wird.

Der Pfad, an dem der Datenträger eingehängt wird, lässt sich bisher außerdem nur über eine Konfigurationsdatei auswählen. Ist der Datenträger am Ende aber richtig eingehängt, kann dank der Integration des WSL in den Windows Explorer auch wie gewohnt mit grafischen Werkzeugen auf die Linux-Partition zugegriffen werden.

 (sg)


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