Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0107/15068.html    Veröffentlicht: 27.07.2001 08:46    Kurz-URL: https://glm.io/15068

Verbraucherschützer gegen Windows XP

Sicherheits- und Datenschutzbedenken bei neuem Betriebssystem

Eine Gruppe von US-Datenschützern unter der Leitung des Electronic Privacy Information Center (EPIC) hat ihre Vorwürfe gegen Microsoft präzisiert, in denen es um die angeblich zu geringen Maßnahmen geht, mit denen die Sicherheit und Privatsphäre der User in Windows XP gewahrt werden soll.

Die Gruppe plant, der Federal Trade Commission eine Beschwerde vorzulegen, die darauf abzielt, den Verkauf von Windows XP zunächst zu unterbinden.

Zu den Aktivisten gehören unter anderem Junkbusters, der Electronic Privacy Information Center und acht weitere Gruppen. Die Vorwürfe lauten auf unfaire und den Anwender täuschende Verfahren innerhalb der Microsoft-.NET-Dienste, mit denen das Anwender-Verhalten verfolgt, in Profile gespeichert und über das Internet übermittelt werden könnte. Konkret geht es zurzeit um die Produkte Passport, Wallet und die HailStorm Services.

Mit dem Passport-System und Hailstorm sollen für den einzelnen Nutzer auf dessen Wunsch zentrale Zugangspassworte hinterlegt werden, mit denen das Einloggen in unterschiedlichste geschützte Websites möglich ist, ohne dass die Eingabe verschiedener Passwort-Login-Kombinationen erforderlich wäre.

Microsoft könnte auf Grund seiner Marktmacht so zu einem der zentralen Verwalter persönlicher Informationen werden, der sich in der Vergangenheit aber nicht gerade wegen der Sicherheit seiner Softwareprodukte rühmen durfte. Gerade letzteren Punkt versuchen die Verbraucherschützer besonders hervorzuheben.  (ad)


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