Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/razer-blade-stealth-13-2020-im-test-das-bessere-beste-gaming-ultrabook-2008-150452.html    Veröffentlicht: 26.08.2020 09:05    Kurz-URL: https://glm.io/150452

Razer Blade Stealth 13 (2020) im Test

Das bessere beste Gaming-Ultrabook

Noch mehr Leistung bei weiterhin exzellenter Ausstattung: Das Razer Blade Stealth 13 taugt etwas - außer bei den Pfeiltasten.

Mit dem Blade Stealth 13 (Test) von vergangenem Jahr hatte Razer ein sehr gutes Gaming-Ultrabook abgeliefert, mittlerweile ist der Nachfolger verfügbar. Der weist allerhand Verbesserungen bei Display und Hardware auf, die den Laptop leistungsstärker machen sollen. Wir haben uns angeschaut, was der Bildschirm kann und wie sich die Performance entwickelt hat.

Gewicht und Maße des neuen Geräts sind identisch zum bisherigen Modell - 305 x 210 x 15,3 mm bei 1,4 kg. Auch bei den Anschlüssen herrscht Parität, denn Razer verbaut Thunderbolt 3 (PCIe Gen3 x4), einen USB-C-3.2-Gen2-Anschluss mit Power Delivery und zwei USB-A-3.2-Gen1-Buchsen sowie eine kombinierte 3,5-mm-Audio-Klinke für ein Headset. Ein SD-Kartenleser fehlt wie bei allen Blade Stealth, das Razer-typische Schlangenlogo auf dem Deckel bleibt erneut unbeleuchtet.

Die Tastatur hingegen erstrahlt wie gehabt optional in einer frei wählbaren RGB-Farbe, wobei sich die hierzu notwendige Synapse-Software auch per Gast-Account nutzen lässt. Die flachen und großen Tasten des Stealth 13 haben einen kurzen Schaltweg und einen mittleren Druckpunkt. Das schnelle Auslösen der Tasten hilft in Spielen und sorgt für ein gutes Schreibgefühl, wenngleich die kompakte Eingabetaste anfangs nerven kann.

Fragwürdig finden wir, dass die Pfeil-nach-oben- und die Pfeil-nach-unten-Taste zugunsten einer breiten rechten Shift-Taste geschrumpft wurden. Das nervt beim Navigieren im Quelltext und ärgert all jene, die ihr Alter Ego nicht per WASD steuern. Zumindest der Autor dieser Zeilen verwendet die rechte Shift-Taste nie, was allerdings primär dem selbst auferlegten 7-Finger-System geschuldet ist.

Beim bisherigen matten 1080p-Display verwendete Razer ein blickwinkelstabiles IPS-Panel mit 60 Hz, beim Razer Blade Stealth 13 (2020) fällt die Frequenz mit 120 Hz doppelt so hoch aus. Das macht sich bereits auf dem Windows-Desktop oder beim Web-Browsing angenehm bemerkbar, in schnellen Spielen wie Borderlands 3 ohnehin.

Die durchschnittliche Helligkeit des Sharp-Panels liegt bei 381 Candela pro Quadratmeter, womit sie fast auf ähnlichem Niveau ist wie die 422 cd/m² des Vorgängers. Der sRGB-Farbraum wird zu 98 Prozent abgedeckt, der Adobe-Farbraum zu 68 Prozent und der DCI-P3-Farbraum zu 70 Prozent.

Schauen wir uns an, was die Hardware unter der Tastatur leistet.





Benchmarks, Verfügbarkeit und Fazit

Im Inneren des aktuellen Blade Stealth stecken weiterhin 16 GByte verlöteter LPDDR4X-3733-Speicher und ein vierkerniger Core i7-1065G7 (Ice Lake U) von Intel. Wer in der Synapse-Software den Gaming-Modus einschaltet, erhält nun aber ein dauerhaftes Power-Limit (PL1) von gleich 25 Watt statt bisher 15 Watt. Im Leerlauf stehen die beiden Lüfter meist still, unter Last sind sie deutlich hörbar ohne wirklich laut zu werden.

Das höhere Power-Limit sorgt im Mittel zwar nicht für zwei Drittel mehr Leistung, jedoch zumeist für 20 bis 30 Prozent, wenn die CPU bisher der begrenzende Faktor war. Ebenfalls flotter als die bisherige Geforce GTX 1650 Max-Q rechnet die Geforce GTX 1650 Ti Max-Q: In Borderlands 3 in 1080p mit D3D12 und mittleren Details messen wir 54 fps statt 50 fps und bei hohen Einstellungen immerhin 36 fps statt 33 fps.

Razer verbaut eine wechselbare M.2-2280-SSDs mit PCIe Gen3 x4 und NVMe-Protokoll, in unserem Muster steckt eine PM981a von Samsung. Die liest mit bis zu 3,45 GByte/s und schreibt mit bis zu 2,85 GByte/s. Drahtlosverbindungen steuert eine verlötete AX201 von Intel bei, sie unterstützt Wi-Fi6 (802.11ax) mit 2x2-Antennenkonfiguration und Bluetooth 5.

Ein 53-Wattstunden-Akku wie schon beim Vorgänger hält das Blade Stealth 13 (2020) ein bisschen weniger lange in Betrieb, was primär dem 120-Hz-Panel geschuldet sein dürfte. Im PCMark8, der neben Textverarbeitung auch Videochats sowie Web-Browsing und Casual Gaming simuliert, sind es 3:38 Stunden statt 3:56 Stunden.



Verfügbarkeit und Fazit

Das Blade Stealth 13 (2020) wird von Razer zu denselben Preisen angeboten wie der Vorgänger: Die Version mit Core i7-1065G7, Geforce GTX 1650 Ti Max-Q, 1080p-120-Hz-Panel, 16 GByte RAM und 512-GByte-SSD kostet 1.900 Euro. Für 100 Euro weniger gibt es die 60-Hz-Version und für 2.050 Euro das Modell mit 4K60-Touch-Display.

Razer hatte mit dem letztjährigen Blade Stealth 13 bereits ein Gaming-Ultrabook vorgelegt, das uns in allen Punkten vollends überzeugte. Anschlüsse und Peripherie des 2020er-Modells sind erneut auf sehr hohem Niveau, wenngleich die beiden verkleinerten Pfeiltasten für Frust sorgen können. Das neue 120-Hz-Display ist weiterhin hell und matt, die doppelte Frequenz macht sich auf dem Desktop und in Spielen angenehm bemerkbar.

Hinzu kommt, dass der von 15 Watt auf 25 Watt eingestellte Quadcore-Prozessor deutlich mehr Leistung aufweist und auch die Geforce GTX 1650 Ti Max-Q ein bisschen flotter rechnet als die Ti-lose Vorgänger-Grafikeinheit. Das Blade Stealth 13 eignet sich dank schlichter Optik allerdings mitnichten nur für Gaming, auch unterwegs als Vollzeit-Arbeitsgerät ist es prädestiniert.



Auch zu diesem Thema:  (ms)


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