Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/quartalsbericht-deutsche-telekom-macht-wegen-sprint-kauf-weniger-gewinn-2008-150235.html    Veröffentlicht: 13.08.2020 09:12    Kurz-URL: https://glm.io/150235

Quartalsbericht

Deutsche Telekom macht wegen Sprint-Kauf weniger Gewinn

Der Nettogewinn der Telekom fiel um rund 20 Prozent auf 754 Millionen Euro. Doch der Umsatz legte stark zu.

Die Deutsche Telekom bezieht im zweiten Quartal nach dem Abschluss der Fusion mit T-Mobile US erstmals den Mobilfunkbetreiber Sprint in seine Ergebnisse ein. Das gab das Unternehmen am 13. August 2020 bekannt. Dadurch steigen der Umsatz, aber auch die Belastungen. Im zweiten Quartal wuchs der Umsatz um 37,5 Prozent auf 27 Milliarden US-Dollar. Organisch sank er leicht um 0,6 Prozent.

"Die Fusion in den USA ist für den Konzern eine historische Weichenstellung", sagte Tim Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom. "Unsere Zahlen sind beeindruckend und dazu tragen auch unsere starken Geschäfte in Deutschland und dem übrigen Europa bei."

Der Nettogewinn fiel um 20,1 Prozent auf 754 Millionen Euro. Die Telekom betonte erneut, dass die Kosten für die Integration in den USA vor allem in den ersten drei Jahren das Netto-Ergebnis belasten werde. T-Mobile US konnte 1,2 Millionen Kunden hinzugewinnen und wurde stärker als der Konkurrent AT&T.

Die Coronapandemie belastete vor allem das Großkundengeschäft, wo sich neue Aufträge verzögern, und wegen der Reisebeschränkungen die Roaming-Umsätze im Mobilfunk.

Durch die Übernahme in den USA wurde die Prognose für das laufende Geschäftsjahr erhöht. Dabei blieben alle Werte für das Geschäft außerhalb der USA unverändert. Der Konzern erwartet nun für 2020 ein bereinigtes EBITDA von rund 34 Milliarden Euro statt bisher rund 25,5 Milliarden Euro.

In Deutschland stieg die Zahl der Anschlüsse mit Vectoring und Glasfaser im Jahresvergleich um 1,8 Millionen auf 15,2 Millionen. Zwischen April und Juni stieg die Zahl der "Breitbandkunden" um 87.000. Die Mobilfunk-Serviceumsätze fielen im zweiten Quartal um 1,1 Prozent unter dem Vorjahreswert.

 (asa)


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