Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/intel-erste-platinen-mit-tiger-lake-u-zu-sehen-2008-150035.html    Veröffentlicht: 04.08.2020 09:20    Kurz-URL: https://glm.io/150035

Intel

Erste Platinen mit Tiger-Lake-U vorgestellt

Zwei Produkte verwenden Intels kommende Mobil-CPUs. Die Single-Board-Computer haben viele Anschlüsse und viele Einsatzmöglichkeiten.

Einige Unternehmen haben bereits eine Vorschau auf kommende Platinen mit Intels Tiger-Lake-U-Prozessoren gegeben. So wird Kontron Asia einen Single Board Computer mit Celeron 6000 und 15 Watt Leistungsbudget oder einen Core-U-Chip der 11. Generation mit 28 Watt TDP enthalten. Das System soll auf eine Platine mit 146 x 105 mm Kantenlänge passen. Tiger Lake U ist Intels nächste CPU-Generation für mobile Geräte. Sie soll im 10-nm++-Verfahren entstehen.

Das 3,5-Zoll-SBC-TGL von Kontron verwendet zwei SODIMM-Slots für DDR4-Arbeitsspeicher. Außerdem sind daran zwei Displayport-Buchsen, eDP und LVDS für maximal vier Bildausgaben vorhanden. Zwei RS232-Header, ein herkömmlicher Sata-3-Port, zwei RJ45-Buchsen und vier USB-A-Ports ergänzen das System. Drei M.2-Slots - ein B-Key, ein M-Key und ein E-Key - sind für SSDs, WWAN- und WLAN-Module verbaut.

Platine mit 32 GByte verlötetem RAM

Ein zweites System mit Tiger Lake U stammt vom Taiwaner Hersteller Advantech. Auch dort entsteht ein Komplettsystem auf einer Platine, die allerdings etwas kompakter ist. Due Austattung des Tiger-Lake-U-Systems MIO-2375 besteht aus verlötetem LPDDR4-Speicher. Der ist laut Hersteller bis zu 32 GByte groß. Ein M.2-2230-Slot (E-Key) und ein M.2-3042-Steckplatz (B-Key) sind etwa für zwei NVMe-SSDs ausgelegt. Die Anschlüsse setzen sich aus zwei RJ45-Ports, zwei USB-A-3.2-Gen1-Buchsen, RS3232 und Displayport 1.4 zusammen. Weitere Bildausgaben können per eDP angeschlossen werden.

Beide Geräte scheinen auf den IoT-Markt abzuzielen, könnten sich in Zukunft aber auch für private Bastelprojekte und für kompakte Desktop-PCs eignen. Tiger-Lake-U sollte dabei die notwendige Leistung auch für rechenaufwendigere Anwendungen liefern. Intels nächste Prozessorgeneration soll 2020 erscheinen. Allerdings gibt es keinen genauen Startzeitpunkt. Entsprechend sind auch für die beiden Platinen weder Preise noch Verfügbarkeiten einsehbar.  (on)


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