Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/wearables-garmin-connect-laeuft-wieder-2007-149886.html    Veröffentlicht: 27.07.2020 10:24    Kurz-URL: https://glm.io/149886

Wearables

Garmin Connect läuft wieder

Noch sind nicht alle Server erreichbar, aber die Basisfunktionen von Garmin Connect kehren zurück. Es gibt keine Hinweise auf Datenverluste.

Nach rund fünf Tagen Downtime ist Garmin Connect seit dem Morgen des 27. Juli 2020 wieder erreichbar. Insbesondere das Hochladen von Trainingseinheiten funktioniert wieder - wenn auch nur sehr langsam.

Allerdings dürfte das auch daran liegen, dass viele Nutzer ihre Daten aus den vergangenen Tagen synchronisieren. Soweit derzeit sichtbar, sind alle älteren Aktivitäten und Daten noch vollständig verfügbar. Den Status der Server listet Garmin auf einer Übersichtsseite auf. Der Zugang zu Garmin Connect ist momentan offenbar nur über die App möglich, aber noch nicht über die Web-Version.

Zu den Gründen für die Probleme hat sich das Unternehmen bislang nicht geäußert. Das Magazin Bleeping Computer schreibt unter Berufung auf Mitarbeiter von Garmin, dass die Ransomware Wasted Locker dafür verantwortlich gewesen sei.

Dem Bericht zufolge hat eine Bande namens Evil Corp rund 10 Millionen US-Dollar gefordert, um die Daten und Server wieder zu entsperren. Ob Garmin bezahlt hat, ist unbekannt - aber nicht sehr wahrscheinlich.

Neben Garmin Connect waren auch weitere Dienste von Ausfällen betroffen, darunter Navigationsserver für Kleinflugzeuge. Die ebenfalls von Garmin betriebenen Inreach-Notrufsysteme sollen ohne nennenswerte Einschränkungen funktioniert haben.



Ob sich die Angreifer auch Zugriff auf die persönlichen Daten der Mitglieder verschafft haben, ist unklar. Garmin selbst geht nicht davon aus: Es liege "kein Hinweis vor, dass sich der Ausfall auf Ihre Daten, einschließlich Aktivitäts-, Zahlungs- oder andere persönliche Daten, ausgewirkt hat", schreibt das Unternehmen.

Das wirkt plausibel - schließlich geht es bei Angriffen mit Ransomware darum, so schnell wie möglich die Systeme zu verschlüsseln und zu blockieren. Außerdem könnten Hacker mit den Daten von Garmin eher wenig anfangen: Viele Nutzer verwenden falsche Namen oder Pseudonyme, um ihre Privatsphäre zu schützen, die meisten hinterlegen weder Anschriften noch Kreditkartennummer oder ähnliches.  (ps)


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