Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/rocket-lake-s-intels-letzte-14-nm-desktop-cpu-erreicht-ueber-5-ghz-2007-149878.html    Veröffentlicht: 26.07.2020 12:20    Kurz-URL: https://glm.io/149878

Rocket Lake S

Intels letzte 14-nm-Desktop-CPU erreicht über 5 GHz

Dank Cypress-Cove-Architektur soll Rocket Lake zudem mehr Leistung pro Takt aufweisen.

Eine Ära neigt sich dem Ende zu: Innerhalb der nächsten Monate will Intel mit Rocket Lake S die letzte Desktop-CPU-Generation veröffentlichen, die auf dem eigenen 14-nm-Verfahren basiert. Die heißt intern Rocket Lake und wird derzeit als Engineering Sample mit 5 GHz betrieben, das zeigen Einträge in Benchmark-Datenbanken.

Bis zum Release sollen die Taktraten weiter steigen und dann bei über 5 GHz liegen, das berichtet der üblicherweise treffsichere Nutzer _rogame bei Twitter. Damit könnte Rocket Lake S ähnliche Frequenzen erreichen wie derzeit Comet Lake S: Hier läuft das Topmodell, der Core i9-10900K (Test), mit einem Boost bis zu 5,3 GHz auf zwei Kernen.

Während Comet Lake S jedoch auf der mittlerweile seit 2015 verwendeten Skylake-Microarchitektur basiert, soll Rocket Lake S eine modernere Technik verwenden. Diese fasst Intel als Cove-Familie zusammen, die sich wie folgt aufteilt: Für Cannon Lake wie den Core i3-8121U wird Palm Cove verwendet, für Ice Lake wie den Core i7-1065G7 hingegen Sunny Cove und bei den für Herbst 2020 geplanten Tiger Lake dann Willow Cove. Für Desktop- statt Ultrabook-Chips steht zudem Golden Cove auf der Liste.

Für Rocket Lake hingegen soll eine Abwandlung namens Cypress Cove verwendet werden, welche 10 Prozent mehr Leistung pro Takt (IPC) aufweisen soll als die Skylake-Technik. Für Sunny Cove gibt Intel wiederum 18 Prozent an, diese Architektur gibt es genauso wie Palm Cove und Willow Cove jedoch nicht für Desktop-Chips, sondern nur für Ultrabook-SoCs. Ein Geekbench-Eintrag legt allerdings nahe, dass bei Cypress Cove einzig die Crypto-Einheit für AES verbessert wurde.

Rocket Lake S soll mit acht Kernen antreten, was einen Rückschritt verglichen zu den zehnkernigen Comet Lake S bedeuten würde. Der gegebenenfalls höhere Takt und die ebenfalls höhere IPC sollen das ausgleichen oder überkompensieren. CML-S und RKL-S passen beide in Mainboards mit Sockel LGA 1200, allerdings plant Intel neue Chipsätze mit PCIe Gen4 statt PCIe Gen3 sowie x8- statt x4-Link.

Da im zweiten Halbjahr 2021 mit Alder Lake S der erste 10-nm-Desktop-Chip ansteht, könnte Rocket Lake S nicht nur die letzte 14-nm-CPU sein, sondern wie einst Broadwell S (Core i7-5775C) auch schnell von einem Nachfolger abgelöst werden.

 (ms)


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