Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/aws-amazon-senkt-preise-fuer-gemietete-vms-und-ergaenzt-arm-cpus-2005-148439.html    Veröffentlicht: 13.05.2020 09:18    Kurz-URL: https://glm.io/148439

AWS

Amazon senkt Preise für gemietete VMs und ergänzt ARM-CPUs

Kunden sparen bis zu 18 Prozent im Frankfurter AWS-Rechenzentrum. Außerdem gibt es neue Graviton-2-ARM-CPUs, die mit x86-Pendants mithalten.

Einige Kunden von Amazon Web Services können mittlerweile von signifikanten Preissenkungen profitieren. Der Cloud-Anbieter verringert die Gebühren für seine Elastic Compute Cloud. Diese stellt Hardware, Firmware und Software bis zur Betriebssystemebene in Rechenzentren zur Verfügung. Kunden, die dafür auf die Frankfurter Verfügbarkeitszone zugreifen, sparen bei einem Dreijahresvertrag etwa 18 Prozent des Preises für M5-Instanzen ein. Bei einem Jahr Vertragsbindung sind es noch immer 12 Prozent.

Der AWS-Berater Martin Beeby hat andere Verfügbarkeitszonen und Instanztypen wie C5 und R5 aufgelistet. Der Nachteil an all diesen ist, dass sie nicht automatisch dynamisch skalierbar und fest vorgegeben sind. Kunden kaufen etwa eine virtuelle Maschine im M5-Format ein und erhalten dafür ein System mit einer fest vorgegebenen und vorher ausgehandelten Anzahl an CPU-Kernen, Arbeitsspeicher, Netzwerkanbindung und Massenspeicher. Kunden können die Dimensionen ihrer Instanzen allerdings auf Anfrage manuell skalieren, was jedoch weitaus weniger flexibel ist. AWS spart durch den geringeren Planungsaufwand und die Vertragsbindung allerdings Geld und kann diese Ersparnisse auf Kunden ausweiten.

In weniger besiedelten Gebieten bleibt die Ersparnis hingegen kaum erwähnenswert: Während im ausgelasteten zentraleuropäischen Frankfurter Rechenzentrum oder im indischen Mumbai die Preise sinken, bezahlen Kunden in Zentralkanada oder im US-Bundesstaat Ohio nur etwa zwei Prozent weniger Geld.

Die Preisreduzierungen hängen zudem von den verwendeten Betriebssystemen ab: "Windows-Instanzen werden eine unterschiedliche Reduzierung vorweisen, wegen der daran gekoppelten Lizenzkosten", schreibt Beeby. AWS berechnet für Windows Server stündliche Mietpreise. Das gilt auch für Amazons eigene Linux-Distribution Amazon Linux. Alternativ gibt es OS-Images wie CentOS und Debian, die grundsätzlich ohne Aufpreis angeboten werden.

Neue ARM-CPUs mietbar

AWS erweitert zudem die Auswahl an verschiedenen Prozessoren und fügt den Graviton 2 hinzu. Diese 64-Bit-ARM-CPU hat 64 Kerne und kann als Alternative zu x86-Pendants bei der Einrichtung von EC2-Instanzen ausgewählt werden.

Erste Benchmarks der CPU zeigen, dass sie zumindest in synthetischen Benchmarks mit dem Intel Xeon Platinum 8259 gleichziehen kann. Dabei soll sie etwa 20 Prozent weniger kosten.

Graviton 2 ist für M6g-Instanzen verfügbar. Diese gibt es auch als Reserved Instances, die von der Preissenkung betroffen sind.  (on)


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