Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/bill-gates-corona-verschwoerungstheorien-im-mainstream-2005-148408.html    Veröffentlicht: 12.05.2020 12:02    Kurz-URL: https://glm.io/148408

Bill Gates & Corona

Verschwörungstheorien im Mainstream

Warum Behauptungen wie Bill Gates habe das Coronavirus erfunden oder wolle mit Zwangsimpfungen die Menschheit dezimieren, so starke Anhänger finden.

Tausende Menschen haben am Wochenende in deutschen Großstädten wie Berlin, München und Stuttgart gegen die coronabedingten Einschränkungen protestiert - immer mit dabei: Plakate, die Bill Gates zeigen. Der Multimilliardär soll, so Verschwörungstheoretiker, unter anderem Zwangsimpfungen planen, um die Menschheit zu dezimieren.

Warum aber wird der Microsoft-Gründer, Unternehmer, Programmierer und Förderer von medizinischer Forschung plötzlich auch von Menschen, die bisher keinen Verschwörungsphantasien anhingen, als globaler Schurke angesehen?

Die New York Times (Paywall) fand schon bis Mitte April mehr als 16.000 Posts über Gates und das Virus, mit fast 900.000 Kommentaren und Likes. Und alleine die zehn meistgesehenen Videos über das Thema auf Youtube, die von Anfang März bis Mitte April gepostet wurden, wurden fast fünf Millionen Mal aufgerufen.

Bill Gates spendet für die Gesundheit

Die über Bill Gates verbreiteten Verschwörungstheorien haben allesamt mit seinem Engagement im Gesundheitssektor zu tun. Sein Vermögen setzt er besonders für die medizinische Forschung und die weltweite Bekämpfung von Armut ein. Aber er belässt es nicht bei Spenden, er wirbt auch aktiv dafür, dass andere vermögende Menschen es ihm gleichtun und spricht dazu immer wieder öffentlich über seine Vorstellungen.

Sein Engagement erklärt er so: "Es gibt zwei Gründe, warum wir so viel Geld spenden", sagte Bill Gates 2018 in einem gemeinsamen Interview mit seiner Frau Melinda für die Webseite der Stiftung. "Der erste ist, dass es sinnvolle Arbeit ist." Schon vor der Hochzeit habe das Paar beschlossen, viel Zeit mit ehrenamtlichem Engagement zu verbringen. "Wenn man für sich und die Kinder gesorgt hat, ist das Beste, was man mit dem verbleibenden Reichtum tun kann, der Gesellschaft etwas zurückzugeben."

Auch sagt Gates, dass es ihm Spaß mache, sich in wissenschaftliche Themen einzuarbeiten. Bei Microsoft habe er nur mit Informatik zu tun gehabt, "aber bei unserer Stiftung ist es Informatik plus Biologie, Chemie, Agrikultur und mehr. Ich kann Stunden damit verbringen, zum Beispiel mit einem Experten für HIV-Infektionen zu sprechen und wenn ich dann nach Hause komme, brenne ich darauf, Melinda von dem zu berichten, was ich dabei gelernt habe."

Wie also wurde Gates zum globalen Schurken?

Verschwörungstheorien verbreiten sich rasend schnell

Die Antwort lautet: Corona. Beziehungsweise die Schnelligkeit, mit der sich Verschwörungstheorien in Zeiten der Coronapandemie verbreiten. Nach einer im April vorgelegten Studie des auf künstliche Intelligenz spezialisierten US-Software-Unternehmens Yonder dauerte es vor der Pandemie zwischen sechs und acht Monate, bis eine Verschwörungstheorie "im Mainstream", also in der Mitte der Gesellschaft, ankam.

Nun betrage diese Zeitspanne nur noch drei bis 14 Tage. Yonder wertet Online-Unterhaltungen aus, zum Thema Covid-19 kann man aktuelle, allerdings auf englischsprachige Postings bezogene Ergebnisse hier lesen.

Gates vs. Trump

Dass in den USA viele Medienpersönlichkeiten aus dem rechten Spektrum wie der Fox-Moderator Tucker Carlson oder der Radiomoderator Alex Jones Anhänger von Verschwörungstheorien sind, erleichtert deren Verbreitung. Seit das Virus auch dort nachgewiesen wurde, ist Gates zudem immer wieder im Fernsehen zu Gast, wo er die Ausbreitung verhindernden Maßnahmen verteidigt und erklärt, wie wichtig die Entwicklung eines Impfstoffes sein werde und welche Kriterien so ein Impfstoff erfüllen müsse, um weltweit für alle verfügbar sein zu können.

Mit dieser Haltung begibt er sich in direkten Konflikt zu Präsident Donald Trumps Haltung, dass das alles ja nicht so schlimm sei, dessen Fans, die begierig alles aufnehmen, was Trump-Kritikern schaden könnte oder sie in ein vermeintlich schlechtes Licht rückt.

Wieso gerade Bill Gates?

So werden auch zurückliegende Aussagen gegen Gates verwendet. Am 28. April 2018 veröffentlichte Gates beispielsweise einen Vortrag, den er gerade gehalten hatte. Darin sprach er unter anderem über die Ebola-Epidemie, die im Jahr 2014 in Westafrika ausgebrochen war und an der mehr als 11.000 Menschen starben. Wie schon zuvor beim Ausbruch der Schweinegrippe 2009 habe sich gezeigt, dass die weltweiten Gesundheitssysteme nicht oder nur unzureichend auf eine Pandemie vorbereitet seien. Dabei zeigten Berechnungen des Institute for Disease Modeling, dass eine durch Viren hervorgerufene lebensgefährliche Atemwegserkrankung im ersten halben Jahr nach ihrem Ausbruch 33 Millionen Menschen auf der ganzen Welt das Leben kosten könnte.

Schon Jahre zuvor, in einem TED-Talk, der im April 2015 auf Youtube veröffentlicht wurde, hatte er über die Gefahren einer Grippe-Pandemie gesprochen und darauf hingewiesen, wie schlecht das Gesundheitssystem darauf vorbereitet ist. Auch hier sprach er die Ebola-Epidemie an. Dieses Video führen die Verschwörungstheoretiker als Beweis an, dass Gates für die Coronapandemie verantwortlich ist.

Verschwörungstheorie Schritt 1: umdeuten

Ein Video von Youtube herunterzuladen, umzuschneiden oder vielleicht auch nur Standbilder zu verwenden, macht es Verschwörungstheoretikern leicht, Aussagen aus dem Zusammenhang zu reißen und, versehen mit reißerischen Behauptungen, zu verbreiten. Das gehört zu den üblichen Werkzeugen der selbsternannten Verschwörungsaufdecker. Sie benutzen aus dem Zusammenhang gerissene Sätze, absichtlich leicht falsch zitiert, angereichert mit Zitaten aus ähnlich wie sie denkenden Quellen. A zitiert B, der C zitiert, wobei C den vorherigen Artikel von A als Quelle angibt.

Man nennt dies "Zirkelreferenzen", weil sich dadurch immer neue Kreise bilden. Eine neue Verschwörungstheorie wird dazu gern mit thematisch ähnlichen, schon bestehenden und über viele Fans verfügende Theorien verbunden. Gerne wird das auch mit Aussagen von Prominenten als Beweisführung vorgetragen, wie etwa Robert F. Kennedy. Es sind wiederum Aussagen ohne Beweise oder Quellen.

Bei 9/11 war es beispielsweise so: Die Regierung hat die Türme selbst gesprengt, genauso wie sie JFK damals umgebracht hat. Und heute ist es eben Bill Gates, der Corona erschaffen hat, weil er an den Zwangsimpfungen Geld verdienen will.

In Gates' Fall werden etwa Spenden im dreistelligen Millionenbetrag an die World Health Organisation (WHO) dahingehend uminterpretiert, dass Gates die gesamte WHO gekauft habe. Deutsche Verschwörungstheoretiker behaupten zusätzlich, dass er das Gleiche mit dem Robert Koch-Institut gemacht habe. Auch hier wird eine projektbezogene Spende zum Einkauf umgedeutet - mit der Folge, dass alle Mitteilungen des RKI als Lügen von Bill Gates betrachtet werden.

Verschwörungstheorie Schritt 2: Beweislast umkehren

Werden Verschwörungstheorie-Anhänger gebeten, ihre Behauptungen zu belegen, stellen sie häufig die Gegenfrage: Wo sind die Beweise, dass es nicht so ist? In dem hier genannten Fall wäre zu beweisen, dass die Spenden von Bill Gates nicht in Wahrheit ein Einkauf gewesen sind.

Ein Faktencheck zu diesen Mythen sei aber nicht möglich, sagt Andre Wolf, Mitarbeiter bei Mimikama - Verein zur Aufklärung über Internetmissbrauch und ZDDK - "Zuerst denken, dann klicken", "da man damit den falschen Ansatz verfolgt, die Nicht-Existenz eines Mythos beweisen zu müssen". Nicht die Nicht-Existenz müsse bewiesen werden, sondern es liege an dem Mythos, sich beweisen zu müssen - und zwar durch Fakten und nicht zusammengebastelte Versatzstücke.

Wird aber ein Verschwörungstheoretiker nach diesem Beweis gefragt, gibt er üblicherweise bereitwillig zu, dass es diesen nicht gibt. Holm Gero Hümmler, Kernphysiker, Buchautor und Redakteur bei der GWUP, setzt sich seit 1990 mit Verschwörungstheorien und Verschwörungsmythen auseinander. Er sagte in einem Interview von hessenschau.de: "Wer nach Belegen fragt, bekommt zur Antwort: Dass es keine Beweise gibt, beweist die Verschwörung erst recht."

Patente und die Coronaviren

Es ist nur möglich, sich dem Wahrheitsgehalt von Verschwörungstheorien im Detail zu nähern. Zeigen die von Verschwörungstheoretikern geposteten Screenshots von Patentanmeldungen tatsächlich, dass Gates, beziehungsweise eine von ihm finanziell unterstütze Institution, ein Patent auf das Coronavirus hat? Mithin Gates das Virus erschuf?

Die Antwort lautet: Es gibt nicht "das Coronavirus", sondern eine ganze Virenfamilie, die Coronaviridae. Das Virus, das die aktuelle Pandemie verursacht hat, heißt SARS-CoV-2, die Krankheit, die es auslöst, Covid-19. CoV steht als Abkürzung für Coronaviridae - und ist davon die zweite Sars-Version, Covid für "corona virus disease", die 19 steht für den Ausbruch der Krankheit Ende 2019 im chinesischen Wuhan.

Zum ersten Mal wurde ein Coronavirus Mitte der 1960er Jahre nachgewiesen. Dadurch dass es die Artenbarriere überspringen kann, kann es von Tieren auf Menschen übertragen werden, was bereits 2002/2003 zur Sars-Pandemie geführt hatte.

Dass Gates sich das Coronavirus habe patentieren lassen, ist eine verschwörungstypisch sehr verkürzte Darstellung der Fakten: Das Pirbright-Institut, eine Forschungseinrichtung der britischen Regierung, beschäftigt sich mit Virenerkrankungen bei Nutztieren. Zur Entwicklung von Impfstoffen gehören Patentierungen von Viren, weil sie in abgeschwächter Form erzeugt werden müssen. Im vorliegenden Fall handelte es sich im Übrigen nicht um Sars-CoV-2, sondern um ein Geflügelgrippevirus, das zur Forschung in abgeschwächter Form geschaffen worden war.

Bill Gates als Nostradamus: Wie konnte er das wissen?

Aber hatte die Stiftung von Bill und Melinda Gates nicht schon lange vor dem Ausbruch von Corona eine weltweite Pandemie mit rund 65 Millionen Toten vorhersagt? Ist das nicht Beweis genug, dass Gates das Virus steuert?

Für diese Verschwörungstheorie wird eine Simulation herangezogen und umgedeutet, die im wissenschaftlichen Betrieb nichts Ungewöhnliches ist. Die Gates-Stiftung sowie das Johns Hopkins Center for Health Security und das Weltwirtschaftsforum hatten im Oktober 2019 unter dem Titel Event 201 eine Übung veranstaltet, bei der ein fiktiver Virenausbruch in Brasilien simuliert wurde. Solche Simulationen gab es schon vorher, im Jahr 2018 veranstaltete das Johns Hopkins Center beispielsweise Clade X, eine Übung über die Auswirkungen von durch höchste politische Stellen getroffene Entscheidungen im Fall einer Pandemie.

2001 war ein terroristischer Angriff mit Pockenviren das Szenario einer Simulationsübung. Unter dem Titel Dark Winter wurden mögliche Abläufe von Sitzungen nationaler Sicherheitsgremien nachgestellt. 2005 war ein Virenausbruch Gegenstand einer Übung namens Atlantic Storm, hier ein Video des Nachrichtensenders BBC darüber.

Ähnlich wie The Big One, ein verheerendes Erdbeben in San Francisco, wurde ein solcher Ausbruch von Experten immer wieder als Katastrophenszenario befürchtet. In Simulationen wird der Stand der Vorbereitungen überprüft, um sie gegebenenfalls modifizieren zu können. Die Zahl von 65 Millionen Toten wurde in der Virus-Übung als das wahrscheinliche Resultat eines Ausbruchs errechnet, bei dem die Krankheit ohne eindämmende Maßnahmen wüten würde.

Von implantierten Chips zur Kontrolle

Und was ist mit dem Mikrochip, den Bill Gates im Rahmen von Impfungen Nichtsahnenden angeblich implantieren möchte, um sie zu kontrollieren?

Es gibt ihn nicht. Was bei einem Computer funktioniert, klappt bei Menschen nicht. Ein Mikrochip kann sie nicht steuern und schon gar nicht ihre Gedanken auslesen und an Bill Gates weitermelden. Das sagt auch Andre Wolf. Er nennt genau diese Verschwörungstheorie, wenn er nach der plumpsten Erfindung im Zusammenhang mit Gates gefragt wird (in diesem Zusammenhang ergänzend hier Behauptung 1).

Die Entwicklung dieser Theorien ordnet er in ein Eskalationsmodell ein.

Die Eskalation der Bill-Gates-Verschwörungstheorien

"Die erste Eskalationsstufe Anfang März bestand aus vielen einfachen Falschmeldungen. Diese konnte man in weiten Teilen noch als 'Fake' oder 'kein Fake' kennzeichnen und waren eher harmlos", erklärt Wolf.

In der zweiten Stufe erschienen demnach Videos oder Aussagen angeblicher Experten, die konträr zu etablierten wissenschaftlichen Erkenntnissen sind. Wolf sagt: "Diese einzelnen Aussagen stellten sich gegen den allgemeinen Konsens und wurden gezielt von sogenannten alternativen Webseiten und Blogs aufgegriffen, die diese Interviews oder Statements überproportional verbreiteten und eine Scheinomnipräsenz errichteten."

In dieser Stufe sei es nicht mehr möglich gewesen, mit Begriffen wie "richtig" oder "falsch" zu arbeiten, "da die Aussagen in gewisser Weise auch Interpretationen waren oder Kernwahrheiten beinhalteten. Dennoch wurden sie tendenziös eingesetzt und sollten ein Misstrauen gegen Maßnahmen zum Coronavirus erschaffen, gleichzeitig aber auch auf gewisser Ebene das Virus an sich verleugnen und Regierungen diffamieren."

In der dritten Eskalationsstufe sei es dann "skurril und absurd" geworden. "Seit Anfang April begleiten uns auf Social Media komplett evidenzfreie Mythen. Da geht es auf einmal um Kinder in unterirdischen Gefängnissen, denen ein Hormon in speziellen Ritualen abgezapft wird, oder dann wieder um 5G, welches das Coronavirus erzeugen soll."

Seit Mitte April befänden wir uns in einem Übergang zwischen Eskalationsstufe 3 und Stufe 4, erklärt Wolf weiter. "Die Mythen und tendenziösen Inhalte aus dem Netz werden durch einzelne Gruppen und Influencer auf die Straße übertragen. Das bedeutet zum einen beispielsweise zerstörte 5G-Masten, aber auch (teilweise unerlaubte) Protestaktionen, bei denen andere Menschen gefährdet und Sicherheitskräfte und Journalisten angegriffen werden".

Verschwörungstheorien im eigenen Umfeld

Mit der zunehmenden Verbreitung solcher Verschwörungstheorien stehen immer mehr Menschen vor dem Problem, dass plötzlich Freunde, Kollegen oder Angehörige felsenfest von finsteren, geheimen Machenschaften überzeugt sind. Und sich fragen, wie sie damit umgehen sollen. Andre Wolf hat kein Patentrezept.

"Nicht jede oder jeder, die oder der ein Video mit einem Mythos postet, ist gleich ein radikaler Verschwörungsanhänger. Man darf nicht vergessen, dass ein Verschwörungsmythos und seine Zirkellogik grundsätzlich schlüssig wirken und entsprechend auch verlockend sind", sagt Wolf. Ein solcher Mythos gebe eben auch Halt, weil er Erklärungen liefert und aussagt, dass hinter allem ein Plan steckt. "Und sei es ein böser Plan."

Wolf empfiehlt ein "sensibles Vorgehen". Nach Möglichkeit solle man "die direkte Kommunikation wählen, sollte man ein Feedback wünschen".

Unangenehm werde es, "wenn im eigenen Familienkreis auf einmal Mythen auftauchen. Hier wäre es eventuell sinnvoll, wenn man direkt klarstellt, dass man kein Interesse an dem Thema hat und man nun vorgreifen möchte, dass es keinen Streit geben wird." Damit liege es in der Entscheidungsgewalt des anderen, ob es zu einer Diskussion kommen kann und wohin diese führt.



Verschwörungstheorien über Gates - ist das denn neu?

Insgesamt sind Verschwörungstheorien über Bill Gates kein neues Phänomen, sie wurden bislang aber nur von überschaubaren Gruppierungen verbreitet. Impfgegner hatten ihn beispielsweise schon 2006 zum Buhmann auserkoren.

Damals verbreiteten Anhänger des "Vitaminheilers" Matthias Rath, dass Bill Gates mit seinen Forderungen nach gegen Aids wirkenden Antiretroviral-Therapien in Afrika das Ziel verfolge, die Bevölkerung auszulöschen, um den Kontinent auf eine Kolonisierung vorzubereiten. In Wirklichkeit, so die wissenschaftlich nicht belegte Behauptung, würde dadurch das Immunsystem geschwächt und HIV sogar noch weiterverbreitet. Von diesen Theorien gibt es mehrere, sich teilweise widersprechende Versionen - eine ähnliche Geschichte ersetzt HIV beispielsweise durch Tetanus.

Bill Gates als Werkzeug der Illuminaten

Andere Verschwörungstheorien über Gates sind sogar noch älter: Schon Mitte der 1990er Jahre war sich ein Verschwörungsheoretiker sicher, dass Bill Gates und Microsoft ein Instrument in Sachen Weltherrschaft der Illuminaten seien. Diese spezielle Theorie führte eine Formulierung im Programmierhandbuch Object Linking and Embedding 2.0 Programmer's Reference als Nachweis für die finsteren Pläne an.

Beweis Nummer zwei war, dass Microsoft Windows fünf Windows Device Contexts hat, was in der Welt der Computer eine Kuriosität sei, weil es nicht dem Schema zwei hoch irgendwas entspreche. Dass es gerade fünf sind, war besonders wichtig, schließlich habe der berühmte bayerische Illuminat Adam Weishaupt das Gesetz der Fünf im Nekronomikon entdeckt. Fünf ist per Gesetz also fünf, das müsse ja stimmen.

Zudem umfasste der Microsoft-Campus damals 22 Gebäude, was zwar im Grunde nicht verwerflich ist, wäre da nicht ein streng geheimes und unsichtbares Gebäude mit einem fünfeckigen Grundriss, von dem nur insgesamt fünf Menschen den genauen Standort kennen, was die Anzahl der Gebäude auf sehr wohl verwerfliche 23 bringt.

Beweis Nummer vier ist dagegen einfach: Man kann den Namen Bayrische Illuminaten auch als B.Ill. abkürzen.  (ewi)


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