Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/microsoft-dual-screen-geraete-sind-in-coronakrise-fehl-am-platz-2005-148262.html    Veröffentlicht: 05.05.2020 10:03    Kurz-URL: https://glm.io/148262

Microsoft

Dual-Screen-Geräte sind in Coronakrise fehl am Platz

Das bestätigt auch Microsoft. In diesen Zeiten sei es besser, sich auf das Gewohnte zu fokussieren, etwa das nächste Windows-10-Update.

Auch Microsoft bestätigt es: Das auf Toucheingabe ausgelegte Betriebssystem Windows 10X wird zuerst auf Tablets, Convertibles und 2-in-1-Geräten zu sehen sein. Eigentlich wollte das Unternehmen im Sommer mit der neuen Dualscreen-Gerätekategorie an den Markt gehen. Daraus wird zumindest in diesem Jahr nichts. Das begründet Windows-Chef Panos Panay in einem Blogpost: "Die Welt ist eine andere im Vergleich zum letzten Oktober, als wir unsere Vision der neuen Dual-Screen-Gerätekategorie mitgeteilt haben", schreibt er. Damit spielt er auf die noch anhaltende Coronakrise an, die in Microsofts Heimatnation, den USA, große Konsequenzen hat.

Panay vermittelt dabei die Meinung, dass Menschen in diesen Zeiten wohl gewohnte Hardware kaufen wollen und sich nicht auf Experimente wie das Surface Neo einlassen möchten. Tatsächlich sind Foldable-Tablets, Dual-Screen-Geräte und Foldables auch vergleichsweise teuer - das X1 Fold von Lenovo kostet etwa 2.500 Euro. Es gibt Microsoft aber auch mehr Zeit, die neue Produktkategorie zu verfeinern, damit Nutzer beim Gebrauch von zwei kleinen Bildschirmen einen Vorteil sehen. Dabei will Microsoft den Release der Kategorie mit Drittherstellern synchronisieren. Das bedeutet, dass auch Unternehmen wie Dell, Lenovo, Asus und andere Unternehmen ihre Produkte erst einmal verschieben - zumindest wenn auf ihnen Windows 10X laufen soll.

Vier Billionen Minuten in Windows 10 verbracht

Die Entwickler konzentrieren sich derzeit auf den Release des Mai 2020 Update, dem nächsten großen Inhaltspatch für Windows 10. Dieses wird eine verbesserte Touch-Unterstützung für Geräte mit Anstecktastatur bringen. Außerdem sollen einige Verbesserungen für die Augensteuerung kommen. Damit können etwa Nutzer mit körperlicher Behinderung das Betriebssystem besser bedienen. Außerdem soll die Verwaltung von Bluetooth-Geräten übersichtlicher und einfacher gestaltet werden.

Panay betont noch einmal, dass Windows 10 anscheinend im Vergleich zum Vorjahr wesentlich länger genutzt wird. "Über vier Billionen Minuten werden auf Windows-10-Geräten pro Monat verbracht - ein Anstieg von 75 Prozent im Vergleich zum Vorjahr". Auch hier ist die Coronakrise sicherlich ein Faktor.  (on)


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