Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/kalamata-apples-mac-chip-hat-asymetrische-cpu-kerne-2004-148053.html    Veröffentlicht: 23.04.2020 15:56    Kurz-URL: https://glm.io/148053

Kalamata

Apples Mac-Chip hat asymmetrische CPU-Kerne

Das Projekt ist bereits weit fortgeschritten, Apple will 2021 erste Mac-Geräte mit Kalamata ausstatten.

Apples langfristige Arbeit an eigenen ARM-basierten Prozessoren für Mac-Systeme nähert sich dem vorläufigen Höhepunkt: Die unter dem Projektnamen Kalamata entwickelten SoC-Designs sollen 2021 in MacOS-Geräten eingesetzt werden. Das berichtet Bloomberg unter Berufung auf Apple-nahe Quellen.

Kalamata ist seit vielen Jahren in Entwicklung, insgesamt sollen vorerst drei Chips entstehen. Einer davon soll in wenigstens einem Mac-System stecken, wobei Bloomberg nicht konkretisiert, ob es sich dabei um ein Macbook oder einen iMac oder ein anderes Modell handelt. Technische Basis des SoCs sei der Apple A14 in modifizierter Form, genauer acht schnelle Kerne (Firestorm) und mindestens vier effiziente Kerne (Icestorm). Mehr als zwölf Cores sollen für künftige Chips geplant sein.

Der Apple A14 wurde für den 5-nm-EUV-Prozess (N5) des weltgrößten Auftragsfertigers TSMC entworfen, auch der erste Kalamata-SoC wird dem Bericht zufolge bei den Taiwanern produziert. Apple nutzt typischerweise die modernsten verfügbaren Nodes für die eigenen iPhone- und iPad-Chips, was teils sogar dazu führte, dass ein Design für Samsung Foundry und für TSMC parallel entwickelt wurde. Ein solches Dual-Sourcing ist in der Industrie äußerst selten und extrem teuer in der Umsetzung.

Neben der A-Serie für iPhones/iPads hat Apple auch die T-Reihe für Security-Funktionen in Macs und die W-Modelle für die Watch-Uhren entworfen. Vor allem die eigene CPU-Abteilung ist höchst erfolgreich, die Designs sind signifikant schneller als die Pendants von Qualcomm oder Samsung und das trotz oft niedrigerer Leistungsaufnahme trotz gleichem oder zumindest ähnlichem Fertigungsverfahren. Seit einigen Jahren stecken in den A-Chips zudem eigene Grafikeinheiten, wobei diese offenbar immer noch stark auf dem Design von Imagination Technologies basieren, weshalb Apple wie gehabt deren PowerVR-Architektur lizensiert.  (ms)


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