Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/server-amd-bringt-epyc-cpus-fuer-hochfrequenzhandel-2004-147872.html    Veröffentlicht: 14.04.2020 16:04    Kurz-URL: https://glm.io/147872

Server

AMD bringt Epyc-CPUs für pro-Core-Lizenzen

Drei Epyc-7Fx2-CPUs mit knapp 4 GHz sollen Intel weiter unter Druck setzen - für viel Geld.

AMD hat drei weitere Epyc-7002-Modelle für Server vorgestellt, die CPUs takten besonders hoch und haben mehr Cache. Sie erhalten daher eine abweichende Bezeichnung und sind überdies auch deutlich teurer als die bisherigen Prozessoren der Reihe.

Konkret handelt es sich um den Epyc 7F72 (24C/48T), den Epyc 7F52 (16C/32T) und den Epyc 7F32 (8C/16T). Die SKUs sind für den Hochfrequenzhandel und für Software mit teuren pro-Kern-Lizenzen gedacht, weshalb sie ein spezielles Binning durchlaufen. Neben einem Takt von bis zu 3,9 GHz statt bis zu 3,35 GHz samt entsprechend angehobener thermischer Verlustleistung gibt AMD den CPUs auch mehr L3-Cache mit auf den Weg, um die Datenlokalität innerhalb des Chips zu erhöhen.

Das Plus an Geschwindigkeit müssen Kunden teuer bezahlen: Der Epyc 7F72 kostet 2.450 US-Dollar, ein vergleichbarer Epyc 7402 nur 1.783 US-Dollar. Für den Epyc 7F52 (3.100 US-Dollar) verlangt AMD das Dreifache des Epyc 7302 und für den Epyc 7F32 (2.100 US-Dollar) ruft der Hersteller den vierfachen Preis des Epyc 7262 auf. Dennoch sieht sich AMD gegen Intels aktuelle Cascade Lake SP Refresh preislich gut aufgestellt. Die CLX-SP laufen mit bis zu 4,5 GHz - die Leistung pro Kern fällt jedoch teils geringer aus.

Intern werden die Epyc 7002 als Rome bezeichnet. Sie setzen sich aus neun sogenannten Chiplets zusammen: Bis zu acht Compute Cache Dies (CCD) liefern 64 CPU-Kerne, diese sind um ein zentrales I/O-Die (IOD) gruppiert. Dieses enthält die acht DDR4-Speichercontroller und die 128 PCIe-Gen4-Lanes für Peripherie. Verglichen zur Zen(1)-Technik von Naples alias Epyc 7001 hat AMD unter anderem Caches und Puffer vergrößert sowie beschleunigt und die Gleitkomma-Einheit für AVX2-Operationen verdoppelt, diese klappen nun in einem Takt. Verglichen zu Intels Cascade Lake AP/AP weist Rome überdies weniger Sicherheitslücken auf.

 (ms)


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