Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/docker-compose-cloud-anbieter-wollen-standard-fuer-multi-container-apps-2004-147790.html    Veröffentlicht: 08.04.2020 12:37    Kurz-URL: https://glm.io/147790

Docker Compose

Cloud-Anbieter wollen Standard für Multi-Container-Apps

Zusammen mit Microsoft und Amazon arbeitet Docker an einem offenen Standard für das Compose-Werkzeug. Das soll auch Kubernetes helfen.

Die Container-Spezialisten von Docker haben eine offene Spezifikation für ihr Werkzeug Compose veröffentlicht. Damit lassen sich vergleichsweise einfach Anwendungen erstellen und zusammenführen, die aus mehreren Containern bestehen. Die Software ist zwar Open Source, wird bisher aber nur von Docker selbst verantwortet. Künftig soll sich aber eine großen Community um die Weiterentwicklung und Adaption von Compose kümmern.

Laut der Ankündigung von Docker soll das Projekt künftig im Sinne aller interessierten Beteiligten eine offene Community-Führung erhalten. Explizites Ziel ist ein "Standard für die Definition von Multi-Container-Apps", die sowohl auf dem Desktop als auch in der Cloud ausgeführt werden können.

Dazu arbeitet Docker zunächst mit der Cloud-Sparte von Amazon zusammen (AWS) sowie mit Microsoft, das das Werkzeug wohl ebenfalls für seine Azure-Cloud benutzen will. Zusätzlich zu den bereits von Docker Compose unterstützten Plattformen soll die Kooperation es ermöglichen, das Werkzeug künftig auch in Kombination mit Kubernetes oder Amazon Elastic Container Service (ECS) verwenden zu können.

Compose ist zwar bisher sehr weit verbreitet und wird von vielen Entwicklern eingesetzt - laut Docker finden sich mehr als 650.000 Compose-Dateien auf Github. Doch das Werkzeug ist bisher eben hauptsächlich für die Nutzung mit Docker selbst gedacht. Deshalb hat die Kubernetes-Community mit Kompose sogar ein eigenes Werkzeug zur Umwandlung erstellt.

Mit Hilfe der nun offenen Spezifikation und der Unterstützung durch Industrie-Community könnte diese Umwandlung künftig unnötig werden und Kubernetes direkt mit Compose-Containern umgehen können.  (sg)


Verwandte Artikel:
Homeoffice: Videokonferenzen auf eigenen Servern mit Jitsi Meet   
(16.03.2020, https://glm.io/147239 )
Earthdata Cloud: Nasa übersieht AWS-Kosten für 247 Petabyte   
(24.03.2020, https://glm.io/147451 )
Microsoft: Active Directory bekommt zweiten Faktor aus eigenem Haus   
(05.11.2019, https://glm.io/144807 )
Coronavirus: Microsoft will dieses Jahr alle Events digital abhalten   
(01.04.2020, https://glm.io/147623 )
Datenbank: MariaDB bringt SkySQL in die Google-Cloud   
(01.04.2020, https://glm.io/147638 )

© 1997–2020 Golem.de, https://www.golem.de/