Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/chromium-microsoft-edge-zeigt-browsertabs-in-vertikaler-liste-an-2003-147601.html    Veröffentlicht: 31.03.2020 10:53    Kurz-URL: https://glm.io/147601

Chromium

Microsoft Edge zeigt Browsertabs in vertikaler Liste an

Es scheint, als wolle Microsoft seinen Browser tatsächlich von Google Chrome und anderen Programmen abheben. Auch ein Passwortschutz ist neu.

Neben den vielen Neuerungen zu Office 365 hat Microsoft einige neue Funktionen für den Edge-Browser auf Basis von Chromium vorgestellt. Das Programm kann künftig geöffnete Tabs in einer vertikal untereinander geordneten Liste anzeigen, statt diese über der Adresszeile aufzureihen. Das entsprechende Menü wird über einen Button an der linken oberen Ecke des Edge-Fensters ausgeklappt. Dort lassen sich Tabs umschalten, schließen oder in ihrer Anzeigereihenfolge ändern. Nutzer können auch mehrere Tabs in der Liste auswählen und diese als Gruppe verschieben. Die herkömmliche Tab-Ansicht an der Oberseite bleibt dabei weiterhin parallel bestehen.

Ebenfalls neu ist ein Sicherheitsfeature, das Passwörter vor Diebstahl schützen soll. Password Monitor untersucht gespeicherte Kombinationen aus Nutzernamen und Passwörtern und gleicht diese mit einer Datenbank ab, die Informationen aus dem Dark Web enthält - etwa frei zugängliche Passworttabellen von zuvor kompromittierten Webseiten. Der Browser weist Nutzer darauf hin, dass ihre Informationen potenziellen Angreifern bekannt sind und rät zu einem Passwortwechsel. Password Monitor soll zunächst als Previewversion anlaufen.

Mit Bing an NGOs spenden

Eine kleine Änderung sind Give with Bing und der Give Mode in Bing. Nutzer, die Microsofts Suchmaschine nutzen, sollen darüber Punkte im Microsoft-Reward-Programm sammeln können. Diese Punkte können wiederum für gemeinnützige Zwecke gespendet werden.

"Mit mehr als einer Million gemeinnützigen Organisationen zur Auswahl können Sie einen Zweck unterstützen, der Sie wirklich bewegt", schreibt Microsoft im Blog-Post. Sicherlich ist dies eine Gelegenheit, um Bing als Suchmaschine gegenüber Google zu bewerben. In Zeiten des Coronavirus ist die Strategie aber mitunter wirkungsvoll.

 (on)


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