Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/lte-telekom-hat-ausbauziele-in-zwei-bundeslaendern-nicht-erfuellt-2003-147514.html    Veröffentlicht: 26.03.2020 11:59    Kurz-URL: https://glm.io/147514

LTE

Telekom hat Ausbauziele in zwei Bundesländern nicht erfüllt

Die Lücken im LTE-Netz bei den Ausbauzielen von 2015 sind laut Telekom nicht die Schuld des Netzbetreibers.

Die Deutsche Telekom hat die Ausbauziele in fast allen Bundesländern erfüllt. Das teilte Firmensprecher Markus Jodl Golem.de auf Anfrage mit. Die Bundesnetzagentur prüft weiter die Gründe für die Verzögerungen beim LTE-Ausbau und wird in Kürze über weitere Schritte entscheiden.

"Wir haben die Ausbauziele in 14 von 16 Bundesländern erfüllt. In Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz werden wir bis Sommer liefern." Die Verzögerungen seien nicht durch die Telekom zu vertreten. In den zwei Bundesländern mit mehreren Außengrenzen könne die Telekom erst seit Herbst 2019 die Kapazität ihrer Mobilfunkstandorte voll nutzen.

"Darüber hinaus hindern uns in zahlreichen Fällen langwierige und erfolglose Standortsuchen daran, die Zeiträume einzuhalten", erklärte Jodl. Genehmigungslaufzeiten von oft mehreren Jahren verzögerten ebenfalls den Ausbau.

Entlang von Schienen und auf Autobahnen wolle die Telekom den Kunden lückenlos Mobilfunk anbieten. "Allerdings stehen uns oft bauliche Hürden im Weg. Diese gemeinsam zu nehmen - darum geht's in unserem engen Austausch mit der Deutschen Bahn und mit Kommunen. Wir versorgen bereits 12.940 der rund 13.200 Autobahnkilometer. Bei den ICE-Strecken sind 5.660 von rund 5.800 Kilometern mit LTE abgedeckt."

Versorgungslücken an Autobahnen und Schienenstrecken würden oft nur wenige Hundert Meter betragen. Hier liege die Schwierigkeit: Netzbetreiber müssten genau dorthin einen Standort bauen. "Andere Standorte kommen nicht infrage, denn sie können die Lücke nicht schließen. Wenn dann dort kein vermietbereiter Eigentümer zu finden ist oder Genehmigungen nicht erteilt werden, sind ein Schließen der Lücke und damit die Vollversorgung nicht möglich", sagte Jodl. Der Telekom fehlten mehr als 300 Standorte an Bundesautobahnen und rund 150 Standorte an ICE-Strecken.  (asa)


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