Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/macbook-air-intel-erfuellt-erneut-cpu-sonderwuensche-fuer-apple-2003-147508.html    Veröffentlicht: 26.03.2020 10:19    Kurz-URL: https://glm.io/147508

Macbook Air

Intel erfüllt erneut CPU-Sonderwünsche für Apple

Im Macbook Air stecken Off-Roadmap-SKUs, denn Intel hat für Apple besonders kompakte Ice-Lake-Designs gebaut.

Bei der Vorstellung des Macbook Air (Early 2020) war bereits klar, dass Apple von Intel wieder spezielle Prozessoren geordert hatte. Wir hatten diese Information bisher nur als Update in unsere News integriert, wollen das Thema aber erneut aufgreifen. Denn die Apple-Prozessoren wie der Core i7-1060NG7 weisen zwei Unterschiede zu regulären Modellen auf, die sie besonders machen.

Apple verwendet modifizierte Ice Lake Y, so heißen bei Intel die aktuellen Chips für Ultrabooks. Die werden üblicherweise mit 9 Watt betrieben, Partner haben jedoch die Option, die thermische Verlustleistung auf bis zu 12 Watt (cTDp Up) einzustellen. Apple hat sich für 10 Watt entschieden und zugleich ein besseres Binning beauftragt. Durch diese bessere Vorabselektierung steigt der Basistakt der CPUs um bis zu 300 MHz an, was die Performance erhöht.

Hinzu kommt das geänderte Package: Eigentlich werden die ICL-Y, genauer das Prozessoren-Die und der Low-Power-Chipsatz, auf einen Träger mit Dimensionen von 26 x 18,5 mm gesetzt. Außen herum führt ein Metallrahmen, welcher das Package stabilisiert. Bei Apples Modellen hingegen fehlt dieser Schutz, zudem schrumpft der Träger um gut ein Viertel auf 22 x 16,5 mm. Dadurch nimmt es weniger Platz auf der Platine ein, diese kann kompakter ausfallen und es bleibt mehr Luft für den Akku oder eben andere Bauteile.

In der Vergangenheit hatte Apple schon mehrmals exklusiv sogenannte Off-Roadmap-SKUs von Intel erhalten, sie sind aber bei weitem nicht der einzige Partner mit solch speziellen Prozessoren. Intel entwirft teilweise für mehrere Kunden verfügbare Varianten, wobei es sich hierbei oft um Xeon- statt Client-Modelle handelt. Die meisten davon sind, sofern der Name bekannt ist, zumindest in der Ark-Datenbank aufgeführt.  (ms)


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