Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/games-developer-summit-cryengine-und-performance-tools-fuer-android-2003-147450.html    Veröffentlicht: 24.03.2020 09:43    Kurz-URL: https://glm.io/147450

Games Developer Summit

Cryengine und Performance-Tools für Android

Spieleentwickler erhalten mehr Kontrolle für Android-Games, seitens Crytek ist eine Beta der Cryengine geplant.

Google hat mehrere Android-Werkzeuge für Entwickler vorgestellt, mit denen Spielestudios ihre Titel für Android-Geräte besser optimieren können. Weil die Games Developer Conference (GDC) auf den Sommer 2020 verschoben wurde, hat Google mit dem Games Developer Summit eine virtuelle Plattform für die Präsentation genutzt. Von Crytek kam passend dazu die Ankündigung, eine Beta der Cryengine für Android veröffentlichen zu wollen.

Bisher unterstützt die Cryengine primär PC- und Konsolenplattformen wie Windows, Linux, Xbox sowie Playstation. Mittlerweile gibt es allerdings auch Titel für Nintendos Switch und eine Portierung des VR-Spiels The Climb für das Oculus Quest. Darin steckt ein Snapdragon-Chip, auf dem Android als Betriebssystem läuft, weshalb eine entsprechende Unterstützung von Crytek nicht überrascht. Das Android-Beta-Programm für Entwickler soll 2020 starten, ein genaues Datum fehlt.

Von Google wiederum gibt es neue und überarbeitete Werkzeuge für die Optimierung der Performance: Dazu gehören mehrere Profiling-Tools, etwa um die Speicherallokalisierung genauer zu untersuchen und gegebenenfalls Speicherlecks zu finden und zu schließen. Bei den CPU-Kernen und den darauf laufenden Threads hilft ein Tracing-System, den eigenen Code anzupassen. Eine weitere Verbesserung erfolgt beim File-System, nun können Spiele sehr viel schneller installiert und gestartet werden.

Hinzu kommt eine Entwicklervorschau des GPU-Inspectors für Android, sie eignet sich für ARM-Mali- und Qualcomm-Adreno-Grafikeinheiten. Das Werkzeug führt auf, ob sich etwa gerade ein Compute-Shader in der GPU-Queue befindet und bei Nutzung des Vulkan-API wird auch die Auslastung visualisiert. Vorerst läuft der GPU-Inspector nur auf dem Google Pixel 4 (XL), dem Galaxy S10 und dem Galaxy Note 10. Weitere Tools sind eine Erweiterung für Visual Studio, eine Package-Registry für die Unity-Engine und es gibt Cloud-Firestore als offene Alpha-Version.  (ms)


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