Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/corona-auch-telefonica-und-vodafone-schliessen-alle-shops-2003-147342.html    Veröffentlicht: 18.03.2020 18:50    Kurz-URL: https://glm.io/147342

Coronavirus

Auch Telefónica und Vodafone schließen alle Shops

Die Shops aller drei großen Netzbetreiber Telekom, Vodafone und Telefónica sind geschlossen. Doch es gibt Ausnahmen.

Nach der Telekom haben auch Telefónica Deutschland und Vodafone ihre Geschäfte geschlossen. "Mit Wirkung zum 18. März 2020 sind bundesweit alle direkt betriebenen O2-Shops bis auf Weiteres geschlossen. Dazu zählen auch O2-Shops in Bundesländern, für die bisher keine offizielle Verfügung angeordnet wurde", erklärte der Netzbetreiber am 18. März 2020.

Den Angaben zufolge hängen zukünftige Entwicklungen maßgeblich von den weiteren Entscheidungen der Bundesregierung und der lokalen Behörden ab. O2-Partnershops seien je nach Vorgabe der jeweiligen Landesregierungen unter Umständen weiter geöffnet.

Auch Vodafone betont, dass Bund und Länder beschlossen hätten, wegen der Corona-Krise große Teile des Einzelhandels zu schließen. Davon sind ab Mittwoch auch alle Vodafone-eigenen Shops betroffen. "Partneragenturen in einzelnen Bundesländern, die über ihr Geschäft unabhängig bestimmen, entscheiden selbst darüber, wann sie ihre Geschäfte schließen."

Angesichts der Corona-Krise hatte die Telekom am Mittwoch Verkauf und Service in ihren derzeit rund 500 eigenen Shops eingestellt. Dies betrifft auch die rund 200 Partnershops in Deutschland.

Jürgen Grützner, Geschäftsführer des VATM (Verband für Telekommunikation und Mehrwertdienste) hat den Schließungen widersprochen: "Die Telekommunikationsanbieter haben sich auf eine deutlich steigende Nachfrage und Beratungsbedarf in den Shops eingerichtet. Es zeichnet sich schon jetzt eine wesentlich höhere Nachfrage nach Beratungsleistungen und leistungsfähigeren Anschlüssen ab. Viele Bürger werden in den nächsten Tagen und Wochen auf höhere Datenraten und schnellere Verbindungen angewiesen sein." Das gelte für Festnetz und Mobilfunk.

Mit deutlich gesteigerten Sicherheitsvorkehrungen sorgten die Unternehmen dafür, dass für ihr Personal und für die Kunden durch größeren Abstand und Desinfektion die Ansteckungsgefahr auf ein Minimum reduziert wird.

 (asa)


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