Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/teamchatsoftware-das-ist-das-groesste-redesign-in-der-geschichte-von-slack-2003-147334.html    Veröffentlicht: 18.03.2020 15:23    Kurz-URL: https://glm.io/147334

Teamchatsoftware

"Das ist das größte Redesign in der Geschichte von Slack"

Die Macher von Slack geben zu, dass das Programm in letzter Zeit sehr unübersichtlich geworden ist. Ein umfangreiches Update soll dies ändern.

Slack hat ein Update angekündigt, das einen Teil der Benutzeroberfläche überarbeitet. Die Software soll dadurch übersichtlicher und einfacher nutzbar werden. "Das ist das größte Redesign in der Geschichte von Slack", sagt Design-Leiter Ethan Eismann im Interview mit dem IT-Magazin The Verge.

Eine Neuerung sind verschiebbare Kanäle, die zudem in übergeordneten Ordnern zusammen abgelegt werden können. Slack zeigt das in einem Bild, bei dem der Ankündigungschat per Drag-and-Drop in den Ordner Team geschoben wird. Dieses Gruppieren von verschiedenen Kanälen soll allerdings wohl nur zahlenden Kunden vorbehalten sein. Diese Baumstruktur ist bereits von Konkurrenzprodukten wie Microsoft Teams bekannt.

Der Compose-Knopf ermöglicht das Schreiben von Nachrichten, bevor diverse Empfänger bestimmt werden. Diese können Nutzer im Nachhinein hinzufügen. Das erinnert ein wenig an E-Mail-Entwürfe. Auch so erstellte Nachrichten werden dabei als Entwurf zwischengespeichert, wenn sie nicht abgeschickt wurden.

Mehr Übersicht und bessere Suche

Slack ergänzt das Seitenfenster um eine Sparte für Personen, @-Erwähnungen und Reaktionen. Die Funktionalität dafür gab es bereits vorher, allerdings sind die Menüpunkte bisher verschachtelt und schlecht erreichbar gewesen. Das soll sich mit dem UI-Update ändern. Auch können darüber verschiedene Dinge in Slack gesucht werden, was jetzt wesentlich schneller und einfacher von der Hand gehen sollte. Eine neue Navigationsleiste an der Oberseite des Programms ermöglicht den schnellen Wechsel zwischen der Suche und Chatkanälen.

"Es ist wichtig, dass Slack sich der Arbeitsweise von Leuten anpasst", sagt Eismann. Er gibt zu, dass die Software in letzter Zeit sperriger nutzbar sei, als es vorgesehen war. Einige kleine Designänderungen ergänzen die genannten funktionalen Ergänzungen und sollen der Benutzeroberfläche einen insgesamt übersichtlicheren Eindruck verleihen. Dass Slack das Update schnell herausbringt, während durch das Coronavirus der Bedarf nach Chatsoftware stark steigt, ist dabei sicher kein Zufall.  (on)


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